Alzheimer: Einsamkeit verdoppelt Erkrankungsrisiko

Wer sich über längere Zeit einsam fühlt, erkrankt in höherem Alter eher an Alzheimer. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Rush University in Chicago.

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In der Untersuchung wurden mehr als 800 ältere Menschen über einen längeren Zeitpunkt beobachtet und einmal jährlich die Stimmungslage abgefragt. Diese Befindlichkeitsdaten wurden mit der Wahrscheinlichkeit, an der Alzheimer-Demenz zu erkranken, in Verbindung gesetzt. Und tatsächlich: Die Studienteilnehmer, die ihre Stimmung mit Begriffen wie "Verlassenheit" und "Leere" beschrieben, erkrankten deutlich häufiger an Morbus Alzheimer.

Laut Studienleiter Robert Wilson gibt es zwei mögliche Erklärungsansätze für diesen Zusammenhang. Erstens, dass die Einsamkeit und die damit verbundene schlechte Stimmung in gewisser Weise geistig träge macht und damit das Risiko für eine Demenz erhöht. Oder aber, dass es auch einen körperlichen Einfluss gibt. So wäre denkbar, dass Einsamkeitsgefühle die Aktionen von Nervenzellen und Nervenbahnen im Gehirn so beeinflussen und beeinträchtigen, dass hierdurch der mit der Alzheimer-Demenz einhergehende Zelluntergang erst möglich wird.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 07.02.07

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