Ist es Alzheimer? Fieberhafte Suche nach einem Demenz-Test

Wenn eine Demenz in einem relativ frühen Stadium entdeckt wird, gelingt es oftmals noch, sie aufzuhalten. Nicht für immer, aber immerhin für längere Zeit. Aber meistens wird sie nicht früh entdeckt, weil es keinen verlässlichen Demenz-Test gibt. Deshalb wird fieberhaft an der Entwicklung neuer diagnostischer Nachweisverfahren gearbeitet.

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Allerdings wird es den einen Alzheimer-Test oder Demenz-Test wohl auf absehbare Zeit nicht geben, wie Professor Konrad Maurer von der Universitätsklinik Frankfurt am Main unlängst auf einer großen Medizin-Messe erläuterte. Die Chance besteht eher darin, aus der Kombination verschiedener neuer diagnostischer Ansätze eine verlässlichere Früherkennung aufzubauen.

Können Radiologen Alzheimer erkennen?

Die derzeit aussichtsreichsten Verfahren sind laut Maurer:

  • Magnetresonanztomographie (MRT)
    Mit den nicht-radioaktiven MRT-Aufnahmen kann man Hirnbereiche erkennen, in denen es beim Morbus Alzheimer zu Ablagerungen und Schrumpfungen gekommen ist.
  • Spektroskopie
    Mit spektroskopischen Verfahren lassen sich Stoffwechselprozesse im Gehirn abbilden. Unter anderem auch die Aktivität der Glukosebildung in bestimmten Hirnbereichen. Und die können Hinweise auf eine beginnende Demenz liefern.
  • Liquor-Untersuchung
    Mit der Entnahme von Rückenmarkflüssigkeit lassen sich Stoffwechselprodukte im Hirnwasser nachweisen, die typischerweise bei der Alzheimer-Erkrankung entstehen.


Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 04.11.04
Quelle: MEDICA

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