Stress als Alzheimer-Auslöser: Die Hinweise verdichten sich

Stress kann im Gehirn zu ähnlichen Veränderungen führen, wie man sie bei der Alzheimer-Demenz findet. Das haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München herausgefunden. Diese Entdeckung unterstützt die These, wonach Stress sogar eine Ursache von Alzheimer sein könnte.

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Die Forscher stellten in Laborversuchen fest, dass eine hohe Konzentration an Stresshormonen im Gehirn zu Veränderungen der sogenannten Tau-Proteine führt. Die Eiweißstoffe werden dabei mit Phosphatgruppen besetzt (Chemiker würden dagen: phosphoryliert). Beladen mit zu viel Phosphor neigen die Proteine aber dazu, stärker zu verklumpen. Und das ist genau das, was in den Gehirnen von Menschen mit Morbus Alzheimer passiert. Die verklumpten Tau-Proteine gelten als ein ganz charakteristisches Krankheitsmerkmal.

Stresshormone unter Verdacht

Bedeutet das, dass Stress zu Alzheimer führen kann? Die Wissenschaftler können das noch nicht abschließend beantworten, aber die geschilderten Ergebnisse sprechen dafür. Würde sich das bestätigen, wäre das von erheblicher Relevanz. Denn bisher weiß immer noch keiner so genau, wie es eigentlich zu der enormen Zunahme der Alzheimer-Fälle kommt.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 27.05.2011
Quelle: Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München

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edizin.de/Stress_Überlastung_Burnout

 

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