Warum wird bei einer Darmkrebs-Operation immer auch benachbartes Gewebe entnommen?

Weil man nach der Operation sichergehen will, wirklich den kompletten Krebsherd entfernt zu haben. Deshalb operieren Chirurgen beim Darmkrebs immer mit einem sogenannten Sicherheitsabstand.

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Sicherheitsabstand bedeutet hier, dass man nicht nur den Darmabschnitt herausschneidet, in dem der Tumor sitzt, sondern auf beiden Seiten ein paar Zentimeter mehr. Sollten sich, ohne dass man das äußerlich sieht, einzelne Krebszellen schon in die Umgebung ausgebreitet haben, werden diese auf diese Weise gleich mit entfernt.

Unmittelbar nach der Operation wird das entnommene Gewebe dann mikroskopisch untersucht. Sind die Zellverbände am Rand tumorfrei, kann man von einer Heilung ausgehen. Wenn nicht, muss möglicherweise noch intensiver untersucht werden, ob wirklich alle Krebszellen eliminiert wurden.

Aus dem gleichen Grund wird bei einer Darmkrebs-OP auch das umgebende Lymphgewebe entnommen. Lymphgefäße und benachbarte Lymphknoten wären nämlich die typische erste Station bei einer beginnenden Streuung des Tumors.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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