Darmkrebs im Frühstadium: Was wird bei einer Operation entnommen?

Bei einem Darmkrebs im Stadium I wird durch eine Operation in den meisten Fällen eine komplette Heilung erreicht. Der Chirurg entnimmt dabei das Stück Dickdarm, in dem der Tumor sitzt, wobei immer ein bisschen mehr herausgeschnitten wird als auf den ersten Blick notwendig erscheint.

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Mit diesem "Sicherheitsabstand" soll erreicht werden, dass ein äußerlich nicht sichtbares Einwachsen von Krebszellen in die nähere Umgebung gleich mit kuriert wird. Aus dem gleichen Grund werden auch die benachbarten Lymphgefäße und Lymphknoten mit entnommen. Denn hätte der Tumor bereits zu streuen begonnen, dann wären das die ersten Stationen.

Sind die Operationsränder tumorfrei?

Die mikroskopische Untersuchung des Tumorgewebes und des benachbarten Lymphgewebes nach der Operation ist deshalb von entscheidender Bedeutung. Sind die Geweberänder des entfernten Darmstücks und die Lymphknoten frei von Krebszellen, kann man von einer Heilung ausgehen. Finden sich hingegen doch schon Tumorzellen in den Lymphknoten, wird der Darmkrebs vom Stadium I auf das gefährlichere Stadium III hochgestuft und man muss leider noch weitere Untersuchungen über sich ergehen lassen, um ganz sicher zu sein, dass nicht noch andere Streuherde vorliegen.

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