Kann ein Darmkrebs auch per "Schlüsselloch-Technik" operiert werden?

Ja, das ist mittlerweile sogar mehr Routine als Ausnahme. "Schlüsselloch-Technik" heißt, dass nur sehr kleine Hautschnitte im Bauchraum notwendig sind, durch die dann die Operationsgeräte durch kleine Schläuche zum Einsatzgebiet vorgeschoben werden.

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Da man diese Schläuche oder biegsamen Rohre in der Fachsprache Laparoskope nennt, heißt das Verfahren auch laparoskopische Operation. Durch das Laparoskop werden nicht nur Skalpelle, Klemmen und Tupfer ins Bauchinnere befördert, sondern auch Lampen und Kameras. Natürlich alles im Mikroformat. Der Chirurg sieht dann also auf einem Monitor genau, wo er sich befindet und was er tut.

Es sollte ein guter Chirurg sein

Der Vorteil der Schlüsselloch-Technik ist, dass der Eingriff viel weniger invasiv ist als eine offene Operation. Man hat danach also weniger Schmerzen und ist auch wieder schneller auf den Beinen.

Wichtig ist allerdings, dass der Chirurg Erfahrung in dieser Technik hat. Wenn Sie daran Zweifel haben, zögern Sie nicht, im Vorfeld der Operation genau nachzufragen. Das ist Ihr gutes Recht und muss Ihnen gar nicht unangenehm sein. Studien zeigen nämlich, dass der Operationserfolg auch vom Können des Chirurgen abhängt.

Bei sehr ausgedehnten Darmtumoren oder komplizierten Verwachsungen in benachbarte Gewebe ist eine laparoskopische Operation meist nicht möglich. Hier muss zur Sicherheit konventionell "offen" operiert werden.

Autor: , November 2012

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