Wann kann bei Darmkrebs auf die Entnahme größerer Darmabschnitte verzichtet werden?

In den allermeisten Fällen muss bei Darmkrebs nicht nur der Tumor, sondern auch ein Teil des umliegenden Gewebes entnommen werden. Dazu gehören zum einen ein zusätzliches Stück Darm ober- und unterhalb des Krebsherdes und zum anderen die benachbarten Lymphgefäße und Lymphknoten.

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Mit diesem Vorgehen soll das Risiko minimiert werden, dassbösartige Zellen im Körper verbleiben. Denn es ist meist nicht auszuschließen, dass rund um den Tumor bereits einzelne Krebszellen ausgestreut sind, ohne dass man diese während einer Operation erkennt.

Nur in sehr frühen Stadien von Darmkrebs kann auf diese relativ invasive Strategie verzichtet und nur der Knoten entfernt werden (mit etwas Sicherheitsrand drumherum). Dazu zählen:

  • Krebszellen waren in den Voruntersuchungen nur in der Darmschleimhaut zu finden (Stadium T1) und der Tumor ist insgesamt nicht größer als 3 cm.
  • Die umgebenden Blut- und Lymphbahnen sind eindeutig tumorfrei.
  • Die Laboruntersuchung der vorherigen Gewebeprobe hat einen sehr niedrigen "Malignitätsgrad" ergeben. Der Tumor ist also sehr wenig bösartig und wächst sehr langsam.
  • Nach dem "kleinen Eingriff" erweisen sich die Ränder des entnommenen Knotens in einer Sofort-Gewebeuntersuchung als tumorfrei.


Autor: , November 2012

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