Was ist bei Darmkrebs eine "No-Touch-Operation"?

Bei der "No-Touch-Technik" geht es im Kern darum, den Darmkrebs operativ zu entfernen, ohne dass der Chirurg den Tumor selbst berührt. Damit soll verhindert werden, dass der Krebsherd während der Operation aufreißt oder bricht und auf diesem Wege Tumorzellen in die Bauchhöhle gespült werden.

Praktisch funktioniert das so, dass der Chirurg als ersten Operationsschritt den Tumor von seinen Versorgungslinien abtrennt. Er kappt also die Blutgefäße, die das Tumorgebiet mit Nährstoffen beliefern und ebenso die ableitenden Venen und Lymphbahnen. Danach klemmt er den Darm ober- und unterhalb des Krebsherdes ab. Damit ist Tumor schon mal vom übrigen Körper isoliert. Erst wenn das geschehen ist, wird der betroffene Darmabschnitt herausgeschnitten. Und das mit sehr vorsichtiger Hand, ohne dem Krebsknoten selbst zu nahe zu kommen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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