Wie oft muss man nach überstandenem Darmkrebs im Stadium I zur Darmspiegelung?

Wie oft man nach einer Darmkrebs-Operation zu Nachsorge-Terminen kommen muss, hängt ganz wesentlich von dem Stadium ab, in dem sich der Tumor befand. Das gleiche gilt für die Frage, in welchen zeitlichen Abständen eine Darmspiegelung erfolgen muss.

Beim Stadium I handelt es sich um eine Frühform von Darmkrebs mit sehr guten Aussichten auf komplette Heilung. Der Tumor hatte zum Operationszeitpunkt die Darmwand noch nicht überschritten und auch die benachbarten Lymphknoten waren frei von Krebszellen. Hier ist eine intensivere Nachsorge in der Regel nicht notwendig. Meistens wird der Arzt hier eine Kontroll-Darmspiegelung nur alle fünf Jahre empfehlen.

Mitunter doch etwas öfter zur Kontrolle

Etwas intensiver muss die Nachsorge sein, wenn der Tumor während einer Darmspiegelung entnommen wurde. Wenn also zum Beispiel nach einer Polypen-Entfernung festgestellt wird, dass darunter ein Darmkrebs im Frühstadium war. Dann wird eine Kontroll-Darmspiegelung schon nach sechs Monaten empfohlen, und eine weitere nach zwei Jahren.

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Es gibt aber auch noch weitere Ausnahmen von der Regel, die eine etwas intensivere Nachsorge notwendig machen. Zum Beispiel, wenn der Tumor während der Entnahme geöffnet werden musste, also hineingeschnitten werden musste. Oder auch, wenn sich bei der späteren mikroskopischen Untersuchung des Knotens herausstellt, dass die Krebszellen eine relativ hohe Wachstumsneigung aufweisen.

Aber das ändert alles nichts daran, das bei einem Darmkrebs im Stadium I sehr gute Chancen bestehen, das Problem ein für alle Mal los zu sein. Trotzdem oder gerade deshalb sollten Sie die empfohlenen Kontrolltermine unbedingt wahrnehmen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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