Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Darmkrebsvorsorge?

Ja, ab dem 50. Lebensjahr (für Stuhluntersuchung auf Blut und Abtastung des Enddarms). Ab dem 55. Lebensjahr zahlen die Kassen auch die Kosten für eine Darmspiegelung im Rahmen der Vorsorge.

Für Menschen mit besonderen Risiken, also in deren Familie Darmkrebs oder Darmpolypen vorgekommen sind oder die eine entzündliche Darmerkrankung haben (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), werden die Kosten der Darmkrebsvorsorge in aller Regel auch schon ab dem jungen Erwachsenenalter von den Kassen erstattet. Sprechen Sie ggf. darüber mit Ihrer Kasse. In jedem Fall sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in diesem Fall wichtig und unbedingt ratsam.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Arzt will Test auf okkultes Blut im Stuhl nicht über Chipkarte abrechnen
1 Dienstag, den 12. Juli 2016 um 19:12 Uhr
Mößner
Gestern wollte ich bei meiner Frauenarztpraxis eine Darmkrebsvorsorge (Test auf okkultes Blut im Stuhl) durchführen lassen, da ich vor kurzem 50 geworden bin und nun ja bis zum 54. Lebensjahr ein gesetzlicher Anspruch auf eine jährliche Darmkrebsvorsorge besteht.
Da ich 2014 eine Darmspiegelung hatte, um Beschwerden abzuklären, lehnte die Praxis es jedoch ab, bei mir eine Darmkrebsvorsorge auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchzuführen. Angeblich gäbe es Vorgaben von Seiten der KVB, dass in so einem Fall 10 Jahre ab der durchgeführten Darmspiegelung abgewartet werden müssten, bevor eine Darmkrebsvorsorge wieder auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden könne. Dies würde auch gelten, wenn die Darmspiegelung vor dem 50. Lebensjahr durchgeführt wurde und es sich somit gar nicht um eine Vorsorgeuntersuchung auf Kassenkosten handeln konnte.
Für mich würde das nun bedeuten, dass meine erste Darmkrebsvorsorge erst 2024, also mit 58 Jahren von der Krankenkasse bezahlt würde.
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