Was besagen die Amsterdam-II-Kriterien beim familiären Darmkrebs (HNPCC)?

Die Amsterdam-Kriterien wurden entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines familiären Darmkrebssyndroms (HNPCC) zu bestimmen. Es gibt die Amsterdam-I-Kriterien und die Amsterdam-II-Kriterien.

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Nach den Amsterdam-II-Kriterien ist das Vorliegen eines HNPCC (Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer) sehr wahrscheinlich, wenn alle folgenden Kriterien zutreffen:

  • drei oder mehr Angehörige der Familie haben oder hatten eine der folgenden Krebserkrankungen: Dickdarmkrebs, Gebärmutterkrebs, Dünndarmkrebs, Nierenkrebs oder Harnleiterkrebs (alle diese Tumoren können auch durch das HNPCC-Gen verursacht werden)
  • einer der betroffenen Familienmitglieder ist Verwandter ersten Grades der beiden anderen
  • die oben genannten Krebsfälle traten in mindestens zwei aufeinander folgenden Generationen der Familie auf
  • mindestens einer der Betroffenen war bei Diagnosestellung unter 50 Jahre alt
  • die andere familiäre Darmkrebsform, die "familiäre adenomatöse Polyposis" (FAP), wurde ausgeschlossen

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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