Erhöht ein Morbus Crohn das Darmkrebsrisiko?

Menschen mit Morbus Crohn scheinen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ein höheres Risiko für Dickdarmkrebs zu haben. Das trifft vor allem auf diejenigen zu, die entzündliche Veränderungen im Dickdarm haben.

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Allgemeingültige Empfehlungen, welche Vorsorgeuntersuchungen nun stattfinden sollten, findet man in den Experten-Leitlinien bisher jedoch nicht. Zum einen mangelt es offenbar an wissenschaftlichen Analysen zu Vorsorgemaßnahmen und zum anderen sind die Forschungsergebnisse zum Krebsrisiko bei Morbus Crohn nicht einheitlich. Nichtsdestotrotz könnten vor allem Betroffene, bei denen der Morbus Crohn im Dickdarm sitzt, von jährlichen Darmspiegelungen (Koloskopien) profitieren.

Bester Schutz: Regelmäßige Darmspiegelungen

Wie auch bei Colitis ulcerosa raten die Experten, die jährlichen Darmspiegelungen nach 15 Jahren Krankheitsdauer zu beginnen, soweit der Dickdarm nur teilweise betroffen ist. Ist der gesamte Dickdarm befallen, sollten die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen schon nach acht Jahren beginnen.

Wurde zusätzlich zum Morbus Crohn eine primär sklerosierende Cholangitis (PSC) festgestellt, sollten auch die jährlichen Kontrollspiegelungen starten. Diese Erkrankung der Gallengänge scheint das Krebsrisiko nämlich weiter ansteigen zu lassen.

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