Wie häufig entsteht Darmkrebs aus gutartigen Darmpolypen?

In 90% aller Darmkrebsfälle geht der Tumor aus einem gutartigen Darmpolypen hervor. Deshalb ist die Darmkrebsvorsorge so wichtig, weil mit einer Entdeckung und Entfernung der Darmpolypen die Erkrankung verhindert werden kann.

Wichtig ist aber auch, aus dieser Information nicht die falschen Schlüsse zu ziehen: Zwar geht Darmkrebs in den allermeisten Fällen auf einen Polypen zurück. Das bedeutet aber nicht, dass aus der Mehrzahl der Polypen Darmkrebs wird. Im Gegenteil: Die Mehrzahl der Polypen entartet nicht.

Aber sicher ist sicher, die Vorsorge lohnt gerade bei Darmkrebs unbedingt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (1)
Abtragung von Darmpolypen
1 Donnerstag, den 11. Oktober 2018 um 15:52 Uhr
Barbara Pannewitz
Anlässlich einer Koloskopie wurden bei mir Darmpolypen abgetragen. Seitdem muss ich jedes Jahr eine Untersuchung machen lassen. Innerhalb des letzten Jahres ist ein breitbasiger Polyp von 25 mm in die Schleimhaut eingewachsen, so dass ich jetzt stationär per Endoskopie behandelt werden soll. Meine Vermutung ist, dass es sich jedes Jahr um den selben Polypen handelt, der einmal nicht vollständig abgetragen werden konnte, und nun immer wieder nachwächst. Offenbar ist das ein sehr schnell nachwachsender Polyp.
Meine Befürchtung: Dass das mehrmalige unvollständige Abtragen erst recht zu einer Entartung eines Polypen beiträgt.
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