Stimmt es, dass die "Pille" das Darmkrebsrisiko senkt?

Aktuelle Daten deuten darauf hin. In einer großen Studie, die vor wenigen Jahren in einem renommierten Fachblatt veröffentlicht wurde, wurden seit 1968 Frauen, die die "Pille" einnehmen, und Frauen, die sie nicht einnehmen, bezüglich ihrer Krankendaten verglichen.

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Dabei erkrankten Frauen, die hormonell verhütet hatten, etwas seltener an Darmkrebs als Frauen, die nie die "Pille" eingenommen hatten. Dem stand allerdings ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko bei den Pillen-Benutzerinnen gegenüber. Insgesamt war die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken unter der Pille aber geringer.

Ursachen unklar

Die genauen Ursachen für diese Zusammenhänge sind noch unklar. Einige Experten vermuten einen hormonellen Einfluss (auch Eierstockkrebs tritt unter der Pille etwas seltener auf, der hormonabhängige Brustkrebs dagegen wird etwas häufiger). Andere vertreten die These, dass die insgesamt leicht geringere Krebswahrscheinlichkeit eher darauf zurückzuführen ist, dass Frauen, die die "Pille" einnehmen, auch häufiger zum Arzt gehen – mithin intensiver unter Gesundheitsbeobachtung stehen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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