Darmkrebsrisiko

Wie groß ist mein persönliches Darmkrebs-Risiko? Und wovon hängt das ab? Darum geht es in diesem Kapitel.

Was bedeutet es für mich, wenn ein direkter Verwandter an Darmkrebs erkrankt ist?

Etwa 30% aller Darmkrebserkrankungen treten familiär gehäuft auf bzw. sind genetisch bedingt. Wenn also direkte Verwandte Darmkrebs haben oder hatten, ist das allemal ein Grund, mit dem Arzt über mögliche Vorsorgeuntersuchungen zu sprechen.

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Stimmt es, dass hoher Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko erhöht?

Ja, zumindest gibt es Studien, die sehr stark dafür sprechen. Und eine sogenannte Meta-Analyse, also die Zusammenfassung von zahlreichen vorhergegangenen Studien zu diesem Thema, kam kürzlich zum gleichen Schluss.

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Welche Faktoren erhöhen das Darmkrebsrisiko?

Darmkrebs in der Familie

Personen, in deren Familien Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen bekannt sind, haben ein erhöhtes Risiko. In diesem Fall sollten Sie schon in jungem Alter an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen.

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Ist Darmkrebs vererblich?

Darmkrebs ist (abgesehen von einigen Sonderformen) nicht direkt vererblich in dem Sinne, dass es einen ganz bestimmten Gendefekt gibt, der weiter vererbt wird. Allerdings spielen erbliche Faktoren gleichwohl eine große Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs. So ist das Risiko, Darmkrebs zu bekommen, deutlich höher, wenn in der engeren Familie Darmkrebs aufgetreten ist.

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Was bedeuten Darmpolypen?

Darmpolypen sind zwar primär gutartig, können sich aber im Laufe der Jahre zu bösartigen Tumoren entwickeln. Sie gelten deshalb als eine Krebsvorstufe und als wesentlicher Risikofaktor für Darmkrebs.

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Stimmt es, dass auch die Ernährung einen Einfluss auf das Darmkrebs-Risiko hat?

Ja. Im Prinzip kann man sagen: Alles, was ohnehin ungesund ist, sollte man auch im Hinblick auf Darmkrebs lieber vermeiden.

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Wie häufig geht ein bösartiger Darmkrebs aus gutartigen Darmpolypen hervor?

In 90% aller Darmkrebsfälle geht der Tumor aus einem gutartigen Darmpolypen hervor. Deshalb ist die Darmkrebsvorsorge so wichtig, weil mit einer Entdeckung und Entfernung der Darmpolypen die Erkrankung verhindert werden kann.

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Erhöht Übergewicht das Risiko für Darmkrebs?

Ja. Von fast allen Aspekten der typisch ungesunden Lebensweise in westlichen Industrienationen (wenig Bewegung, fettreiche Ernährung, Rauchen, zu viel Alkohol, Übergewicht) wird angenommen, dass sie das Darmkrebsrisiko erhöhen.

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Stimmt es, dass Rauchen das Darmkrebsrisiko erhöht?

Ja. Genau genommen steigt primär das Risiko, Darmpolypen zu entwickeln. Bei langjährigen Rauchern werden deutlich häufiger Darmpolypen gefunden als bei Nichtrauchern. Und die Polypen sind häufiger größer und entarten öfter.

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Wie häufig ist Darmkrebs genetisch bedingt?

Etwa 30% aller Darmkrebsfälle gehen auf familiäre bzw. genetische Ursachen zurück. Hier muss man allerdings auch noch zwei Varianten unterscheiden.

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Stimmt es, dass die "Pille" das Darmkrebsrisiko senkt?

Aktuelle Daten deuten darauf hin. In einer großen Studie, die vor wenigen Jahren in einem renommierten Fachblatt veröffentlicht wurde, wurden seit 1968 Frauen, die die "Pille" einnehmen, und Frauen, die sie nicht einnehmen, bezüglich ihrer Krankendaten verglichen.

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Erhöht eine Colitis ulcerosa das Darmkrebsrisiko?

Ja. Menschen mit Colitis ulcerosa haben gegenüber denjenigen ohne diese chronische Darmentzündung ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Um so länger die Colitis ulcerosa besteht und um so weiter fortgeschritten sie ist, desto höher die Gefahr.

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Erhöht ein Morbus Crohn das Darmkrebsrisiko?

Menschen mit Morbus Crohn scheinen im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ein höheres Risiko für Dickdarmkrebs zu haben. Das trifft vor allem auf diejenigen zu, die entzündliche Veränderungen im Dickdarm haben.

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Warum haben Menschen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken?

Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 erkranken dreimal häufiger an Darmkrebs als Nicht-Diabetiker. Als Ursache wird Insulin diskutiert, das mit seinen wachstumsfördernden Effekten die Entstehung und Vermehrung von Tumorzellen begünstigen könnte.

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