Schützt Kurkuma vor Darmkrebs?

Bisher war nur aus Laborversuchen mit Tieren bekannt, dass Kurkuma eine krebshemmende Wirkung auf den Magen-Darm-Bereich besitzt. 2006 ergab eine Studie mit Patienten, die an der so genannten familiären adenomatösen Polyposis litten, dass Curcumin auch beim Menschen gegen Darmkrebs wirken könnte.

Bei der Polyposis, kurz FAP, handelt es sich um eine Erbkrankheit, bei denen sich Hunderte von Darmpolypen bilden, die unbehandelt Darmkrebs auslösen.

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Die Studie wurde von amerikanischen Wissenschaftlern durchgeführt und zeigte, dass durch die Einnahme von Curcumin und Quercetin (ein Naturfarbstoff, mit stark antioxidativer Wirkung) die Anzahl und Größe der Darmpolypen stark reduziert werden konnte. Dabei erhielten fünf Polyposis-Patienten 480 mg Curcumin und 20 mg Quercetin dreimal täglich verabreicht.

Polypen halbiert

Nach sechs Monaten war die Zahl der Polypen durch die Einnahme des Kombinationspräparats um 60% zurückgegangen. Zudem verkleinerten sich die verbliebenen Polypen im Schnitt um die Hälfte. Der Rückgang der Polypen war bei allen fünf Patienten zu verzeichnen. Nebenwirkungen konnten durch die Einnahme der beiden Wirkstoffe so gut wie keine festgestellt werden.

Die Schlussfolgerung der Studienleiter: Curcumin könnte womöglich eine gute Alternative zu anderen Medikamenten sein, die von vielen Patienten oft nur sehr schlecht vertragen werden. Für eindeutige Ergebnisse sind aber noch weitere, vor allem größere wissenschaftliche Studien erforderlich.

Weitere Informationen zu Kurkuma und Darmkrebs finden Sie hier.

Autoren: Nina Peterz & Dr. med. Jörg Zorn

Studie: Cruz-Corres et al.: Combination treatment with curcumin and quercetin of adenomas in familial adenomatous polyposis. Clin Gastroenterol Hepatol. Bd. 4, Nr. 8, 2006, S. 1035–1038.

 

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