Darmkrebs: Fünf Dinge, mit denen man sich schützen kann

Vor Darmkrebs kann man sich schützen. Mit einem gesundheitsorientierten Lebensstil lässt sich das Risiko erheblich minimieren. Das ist das Ergebnis einer goßen dänischen Studie, die jetzt im renommierten "British Medical Journal" veröffentlicht wurde.

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Die Dänen hatten 55.000 Personen im Alter zwischen 50 und 64 Jahren über zehn Jahre begleitet. Dabei wurden auch wiederholt die gesundheitsrelevanten Einflussgrößen der Lebensweise abgefragt (Ernährung, Bewegung, etc.). Im Verlauf der zehn Jahre kam es bei 678 Probanden zu einem neu aufgetretenen Darmkrebs.

Die üblichen Verdächtigen: Zigaretten, Alkohol, Bewegungsmangel

Beim Abgleich aller Daten ermittelten die Wissenschaftler fünf Faktoren des täglichen Lebens, die das Darmkrebsrisiko eindeutig erhöhen:

  • Rauchen.
  • Zu wenig Bewegung: Mindestens 30 Minuten pro Tag sollten es sein.
  • Zu viel Alkohol: Männer sollten nicht mehr als 2 Glas Wein oder Bier täglich trinken. Frauen sogar nur ein Glas. Alles darüber erhöht das Darmkrebsrisiko.
  • Übergewicht: Entscheidend ist hier vor allem der Bauchumfang. Bei Männern sollte er nicht über 102 cm, bei Frauen nicht über 88 cm liegen.
  • Ungesunde Ernährung: Insbesondere Obst und Gemüse sind wichtig. 600 g täglich davon sollten es sein. Außerdem schützt eine relativ fettarme Ernährung.

Mit jedem einzelnen dieser fünf Faktoren kann man sein Risiko für Darmkrebs relevant senken. Wenn man sie denn eliminiert bzw. das tut, was hinter dem Doppelpunkt steht. Zur weiteren Motivation sei angefügt: Damit senkt man nicht nur sein Risiko für Darmkrebs, sondern auch das für zahlreiche weitere Krebserkrankungen, für Diabetes und für Herzinfarkt.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 04.11.10
Quelle: BMJ 2010; 341: c5504

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