Angekohltes Fleisch erhöht Risiko für Darmkrebs

Wer häufig scharf angebratenes Fleisch zu sich nimmt, erkrankt statistisch häufiger an Darmkrebs. Das gilt auch für gegrilltes Fleisch und noch viel mehr für angekohlte Steaks und Würstchen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in einer aktuellen Studie.

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Die Krebsforscher analysierten das Ernährungsverhalten von rund 4.500 Personen und glichen diese Daten mit dem Auftreten gutartiger Dickdarmtumoren ab. Diese sogenannten Polypen sind zwar selbst noch kein Krebs, gelten aber als Krebsvorstufe. Wer also Darmpolypen hat, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, dass sich über die Jahre daraus ein Darmkrebs entwickelt.

Dass vor allem das scharf angebratene oder gegrillte Fleisch so gefährlich ist, liegt an den heterozyklischen aromatischen Aminen bzw. sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese Stoffe entstehen vor allem beim Braten mit großer Hitze. Dass sie die Entwicklung von Darmpolypen fördern, wird schon länger vermutet. Und das wird jetzt durch die DKFZ-Studie bestätigt. Denn bei Personen, die häufig solch stark erhitztes Fleisch aßen, traten um 50% häufiger Darmpolypen auf als bei denjenigen, die sehr selten derartiges Fleisch verzehren.

Autoren: WANC/, 24.04.09
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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