Darmkrebs: Fleisch steigert das Risiko, Fisch senkt es

Vegetarier müssen sich um diese Meldung keine Gedanken machen. Alle anderen schon. In einer großen Studie wurde ein reichlicher Fleischgenuss als wesentlicher Risikofaktor für Darmkrebs ausgemacht. Und Fisch als Darm-Schützer.

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Die Rede ist von der sogenannten "EPIC-Studie". In dieser groß angelegten Untersuchung werden bereits seit 1992 in mehreren europäischen Staaten rund 500.000 Männer und Frauen beobachtet. Und zwar mit Fokus auf das, was sie essen und woran sie erkranken.

Demnach ist vor allem "rotes Fleisch" eine Gefahr für den Darm. Dazu zählt Schweinefleisch, Rindfleisch, Kalb und Lamm. Also auch Schinken und Bratwürste. Mit jeden 100 Gramm, die täglich davon verzehrt werden (im Schnitt), steigt das Darmkrebsrisiko um rund 50%. Geflügel hingegen hat der Studie zufolge keinen negativen Einfluss. Und regelmäßiger Fischverzehr wirkt sich sogar positiv aus. Auch hier gilt die 100-g-Regel: Wer im Durchschnitt auf 100 g Fisch pro Tag kommt, hat im Vergleich zu Fisch-Verächtern ein nur halb so großes Risiko, im Laufe seines Lebens Darmkrebs zu bekommen.

Ist das Eisen schuld?

Und woran liegt das nun? Darüber wird noch wild spekuliert. Beim Fleisch steht vor allem das Eisen im Verdacht. Das ist zwar eigentlich gesund, aber wohl nicht im Übermaß. Und speziell rotes Fleisch enthält sehr viel Eisen. Bei den Fischen wiederum sind es die sogenannten Omega-3-Fettsäuren, die für den schützenden Effekt verantwortlich sein sollen. Die sind vor allem in frischem Seefisch enthalten.

Die wichtigste Empfehlung der Studienleiter an die deutsche Bevölkerung: weniger Wurst essen.

Autor: , 14.06.05

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