Ist die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ein Todesurteil?

Nein. Zwar verläuft die IPF (idiopathische Lungenfibrose) häufig sehr ernst und kann dann auch tödlich enden. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Verlauf deutlich milder ist.

Werden wir bei diesem schwierigen Thema etwas konkreter: Drei Jahre nach Diagnosestellung leben nur noch 50% der Betroffenen. Anders ausgedrückt wird die mittlere Überlebenszeit mit etwas über 3 Jahren angegeben.

Es gibt auch milde Formen

Was diese Statistik aber nicht aussagt und was für die Betroffenen hoffnungsspendend sein kann: Es gibt sehr unterschiedliche Verläufe. Während die Erkrankung bei dem einen sehr rasch voranschreiten kann, gibt es durchaus auch Fälle, in denen sich der Zustand nur sehr langsam verschlechtert. In diesen Fällen ist dann auch die Überlebenszeit deutlich länger.

Bedrohlich sind vor allem die sogenannten Exazerbationen, das sind akute Krisen mit deutlicher Beschwerdezunahme. Denn in diesen Phasen verschlechtert sich der Zustand rapide. Allerdings ist die Häufigkeit solcher Krisen sehr unterschiedlich, man kann auch lange Zeit davon verschont bleiben. Ausgangspunkt von Exazerbationen ist oft ein Atemwegsinfekt. Die Behandlung besteht in hochdosiertem Kortison.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Geschwindigkeit der Verschlechterung in den ersten Monaten nach Diagnosestellung der IPF ein Hinweis auf den weiteren Verlauf ist.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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