Wie wird der Befund einer Mammographie klassifiziert?

Bei der Mammographie gibt es kein "Ja" oder "Nein". Einen Beweis, ob Brustkrebs vorliegt oder nicht, kann nur eine Gewebeentnahme (Biopsie) liefern. Die Mammographie-Untersuchung ist also letztlich nur eine Annäherung an die Wahrheit.

Entsprechend wird der Befund in einer fünfteiligen Skala klassifiziert, abhängig davon, wie wahrscheinlich das Vorliegen von Brustkrebs nach den Bildern ist. Die fünf Stufen nennt man BI-RADS I-V oder auch B1-B5.

Im einzelnen:

  • BI-RADS I: Befund unauffällig, keinerlei Krebszeichen
  • BI-RADS II: gutartige Veränderungen, kein Verdacht auf Krebs
  • BI-RADS III: unklarer, aber eher gutartiger Befund; Nachkontrolle in einem halben Jahr empfohlen
  • BI-RADS IV: verdächtiger Befund, Biopsie ratsam
  • BI-RADS V: mit hoher Wahrscheinlichkeit Brustkrebs, Biopsie zur Bestätigung trotzdem notwendig

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