Vorsorgeuntersuchung Brustkrebs

Ab wann sollte man zur Brustkrebs-Vorsorge gehen? Genügt es nicht, sich die Brust selber abzutasten? Was macht der Arzt bei einer Vorsorgeuntersuchung? Sind Ultraschalluntersuchung und Mammographie gleichwertige Methoden zur Brustkrebs-Früherkennung? Wie oft ist eine Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sinnvoll? Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen? Solche Fragen behandelt dieses Kapitel.

Was gehört alles zu einer Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs?

Ab dem 30. Lebensjahr steht jeder Frau in Deutschland eine jährliche Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs zu. Gemäß dem gesetzlichen Früherkennungsprogramm in Deutschland beinhalten die Vorsorge-Termine folgende Maßnahmen:

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Kann ich mir zur Brustkrebs-Vorsorge statt Mammographie nicht einfach regelmäßig die Brust abtasten?

Die regelmäßige Selbstabtastung der Brust wird zwar empfohlen, als alleinige Vorsorgemaßnahme ist sie aber, selbst bei größtem Geschick, nicht zuverlässig genug.

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Wann ist der beste Zeitpunkt für das Abtasten der Brust?

Der ideale Zeitpunkt für die Selbstabtastung der Brust ist etwa eine Woche nach der Regelblutung. In dieser Phase des weiblichen Zyklus' ist das Brustgewebe am weichsten und lässt sich am besten abtasten.

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Was genau macht der Arzt eigentlich, wenn er die Brust abtastet?

Die Untersuchung der Brust durch den Arzt beginnt in der Regel nicht mit den Händen, sondern mit den Augen. Ein erfahrener Arzt kann evtl. schon an Äußerlichkeiten wie der Beschaffenheit der Brusthaut oder der Brustwarze Unregelmäßigkeiten erkennen.

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Ab welchem Alter wird die Brustkrebsvorsorge besonders wichtig?

Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für Brustkrebs statistisch an. Deshalb ist es vor allem in höherem Alter wichtig, die empfohlenen Krebsvorsorge-Termine wahrzunehmen.

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Kann ich mich auf einen gutartigen Befund verlassen? Und wie oft muss dann nachkontrolliert werden?

Eine endgültige Sicherheit gibt es natürlich nie, wenn Sie aber bei einem Brustkrebsspezialisten zur Untersuchung waren und neben der körperlichen Untersuchung eine Mammographie sowie eine Ultraschalluntersuchung vorgenommen wurden, ist der gutartige Befund sehr gut abgesichert.

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Warum wird die Mammographie in der Brustkrebsvorsorge erst ab dem 50. Lebensjahr eingesetzt?

Der Einsatz der Mammographie in der Brustkrebsvorsorge bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko. Da es sich bei der Mammographie um eine Röntgenuntersuchung handelt, wären häufige Anwendungen in jungen Jahren mit dem Risiko der höheren Strahlenbelastung behaftet.

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Warum kann man die zweijährigen Mammographie-Termine ab dem 50. Lebensjahr üblicherweise nicht vergessen?

Weil man daran erinnert wird. Das aktuelle Programm der gesetzlichen Brustkrebs-Vorsorge (Stand Anfang 2011) sieht vor, dass Frauen ab dem 50. Lebensjahr per Post alle zwei Jahre zu den Mammographie-Untersuchungen eingeladen werden.

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Warum kann man die Mammographie nicht durch die Ultraschalluntersuchung der Brust ersetzen?

Weil die Ultraschalluntersuchung nicht so zuverlässig ist wie die Mammographie. Heißt in der Konsequenz: Würde man die Brustkrebs-Vorsorge-Untersuchungen mit Ultraschall statt mit Mammographie durchführen, würde die Zahl der unentdeckten Tumore steigen.

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Brustkrebs-Vorsorge: Ist Sonographie nicht sicherer als Mammographie?

Was die reine Untersuchung anbelangt: ja. Wenn es aber um die Detektion eines möglichen Tumors geht, ist die Mammographie der Sonographie überlegen.

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Brustkrebs: Wird auch ein MRT bei der Vorsorgeuntersuchung eingesetzt?

Normalerweise nicht. Eine Kernspintomographie (MRT) erfolgt nur in Ausnahmefällen bei Frauen, die ein erhöhtes genetisches Risiko haben.

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Welche Kosten der Brustkrebs-Vorsorge übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen?

Bereits ab dem 30. Lebensjahr steht allen Frauen eine jährliche Vorsorge-Untersuchung auf Brustkrebs beim Gynäkologen zu. Ab dem 50. Lebensjahr und bis zum 69. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich die Kosten für eine alle zwei Jahre durchgeführte Mammographie.

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Wie oft sollte ich zur Brustkrebs-Vorsorge, wenn ich ein erhöhtes familiäres Risiko habe?

Von einem erhöhten familiären Risiko spricht man, wenn gleich mehrere Verwandte ersten Grades ebenfalls an Brustkrebs erkrankt sind und/oder die Brustkrebserkrankung bei den eng verwandten Frauen sehr früh (vor dem 50. Lebensjahr) aufgetreten ist. Zur exakten Definition eines "erhöhten familiären Risikos" gibt es auf dieser Seite auch noch eine eigene Frage.

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