Brustkrebs: Warum ist die Bestimmung der Hormonrezeptoren so wichtig?

Bei Brustkrebs unterscheidet man sogenannte hormonabhängige Tumoren von hormonunabhängigen Tumoren. Der Unterschied bezieht sich auf das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Hormonrezeptoren auf der Oberfläche der Krebszellen.

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Die Charakterisierung einer Brustkrebserkrankung nach diesem Hormonstatus ist therapeutisch von großer Bedeutung. Diejenigen Tumoren nämlich, bei denen sich in der Zellwand viele dieser Hormonrezeptoren befinden, reagieren auch verstärkt auf hormonelle Wachstumsreize. Dann ist häufig eine Hormontherapie die Behandlung der Wahl, bei der die wachstumsfördernden weiblichen Geschlechtshormone (Progesteron und vor allem Östrogen) medikamentös eingedämmt werden.

Streng wissenschaftlich spricht man von einem hormonabhängigen Brustkrebs, wenn in der Gewebeprobe mehr als 10% der untersuchten Zellen Hormonrezeptoren tragen. Je nachdem, auf welche Hormone die Krebszelle anspricht, verwendet man dann die Bezeichnungen ER+ (für Östrogen-Rezeptoren) und PgR+ (für Progesteron-Rezeptoren).

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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