Warum wird in der Tumor-Schmerztherapie eine durchgehende Dauerbehandlung empfohlen?

Im Gegensatz zur Migräne oder anderen Erkrankungen, bei denen Schmerzmedikamente nur eingenommen werden sollten, wenn tatsächlich Schmerzen auftreten, gilt in der Tumorschmerztherapie eher die Empfehlung, die Schmerzen dauerhaft zu behandeln, also gar nicht erst auftreten zu lassen.

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Deshalb verordnen erfahrene Schmerztherapeuten bei Patienten mit tumorbedingten Schmerzen in der Regel ein festes Behandlungsschema, bei dem die Medikamente immer zur gleichen Zeit und in einer festgeschriebenen Dosierung eingenommen werden – unabhängig davon, ob Schmerzen vorhanden sind oder nicht. Damit soll verhindert werden, dass der Schmerz chronisch wird. Es geht also darum, möglichst das nächste Medikament einzunehmen, bevor die Wirkung des letzten aufhört.

Nach einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnt man das Behandlungsschema dabei mit normalen Schmerzmedikamenten und geht bei Bedarf auf stärkere Mittel, ggf. auch Morphine über.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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