Wie wirkt Narodin bei Krebs und Autoimmunerkrankungen?

Narodin enthält eine spezielle Rezeptur an ausgewählten pflanzlichen Wirkstoffen. Da es sich bei Narodin um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, gibt es keinen Wirksamkeitsnachweis wie bei Medikamenten. Für alle enthaltenen Heilpflanzen ist aber nachgewiesen, dass sie gute Effekte gegen Entzündungsprozesse sowie bösartige Tumorerkrankungen haben können.

Unterstützung für die überforderte Abwehr

Bevor wir die einzelnen Wirkstoffe näher vorstellen, noch ein paar grundsätzliche Worte: Bösartige Tumoren und Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, Multiple Sklerose oder Rheuma haben eines gemeinsam: Das Immunsystem funktioniert nicht mehr so, wie es soll. Entweder es gerät, wie etwa bei chronisch-entzündlichen Prozessen, außer Kontrolle, wird überaktiv und schädigt irgendwann den eigenen Körper; oder es kann sich im Falle einer Krebserkrankung nicht gegen den Expansionsdrang der Tumorzellen wehren und vermag das ungehemmte Wuchern nicht mehr aufzuhalten.

Medikamente greifen hier zum Teil sehr wirksam ein. Immunsuppressiva und antientzündliche Wirkstoffe dämmen das außer Rand und Band geratene Immunsystem ein. Bei Tumorerkrankungen zielen neueste Therapieansätze u.a. darauf ab, den Abwehrzellen wieder auf die Sprünge zu helfen.

Eine besondere Kombination in Narodin

Aber auch einige pflanzlichen Stoffe haben das Potential, die körpereigene Verteidigung entsprechend zu beeinflussen. Dazu gehören auch die vier in Narodin. Wir möchten sie Ihnen hier kurz vorstellen:

  • Weihrauch:
    Ist nicht nur zum Räuchern gut und verbreitet einen anregenden aromatischen Duft. Die darin enthaltenen Boswelliasäuren wirken auch antientzündlich, indem sie die Bildung bestimmter Botenstoffe der körpereigenen Abwehr unterdrücken. In Untersuchungen zeigten sich vor allem bei entzündlichen Gelenkerkrankungen gute Erfolge: Die Gelenke wurden wieder beweglicher, Schmerzen und Schwellungen ließen nach.
  • Katzenkralle:
    Die Wurzel der südamerikanischen Kletterpflanze hat es in sich. Sie enthält sogenannte Alkaloide, die das Immunsystem stimulieren und ihm helfen, sich gegen äußere Eindringlinge zur Wehr zu setzen. Außerdem scheint die Pflanze unser Erbgut (DNA) zu schützen, auf das es Krebserkrankungen abgesehen haben. Das alles macht die Katzenkralle zu einem interessanten Kandidaten gegen Tumoren und diverse entzündliche Veränderungen.
  • Salbei: 
    Salbei kennen die meisten als probates Erkältungsmittel. Bei Narodin aber geht es um die Ursolsäuren und Carnosolsäuren, die im Salbei enthalten sind. Diese Stoffe scheinen die Blutversorgung von Krebszellen kappen zu können, so legen es jetzt wissenschaftliche Untersuchungen nahe. Die bösartigen Zellen verkümmern dadurch gewissermaßen. In verschiedenen Studien wurden positive Effekte des Salbeis auf ganz unterschiedliche Krebsarten bzw. Krebszellen festgestellt.
  • Aronia:
    Ein Cocktail aus Nährstoffen und wertvollen Pflanzenextrakten sorgt für die enormen Leistungen der kleinen rot-violetten Beeren. Sie räumen im Körper ordentlich auf, befreien ihn vor giftigen Abfallprodukten und äußeren Umweltschadstoffen und bewahren ihn so vor allerlei Leiden. In Untersuchungen konnten sie auch bei bereits bestehenden Tumorerkrankungen helfen. Außerdem putzen sie die Gefäße durch und halten sie frei von gefährlichen Ablagerungen. Herzinfarkt, Schlaganfall & Co haben es damit schwer.

Heilpflanzen als Ergänzung, weniger als Ersatz

Die Diagnose Krebs verändert ein Leben genauso wie eine chronische Entzündungserkrankung, die die Betroffenen oft lebenslang begleitet. Daher machen sich viele auf die Suche nach Mitteln, die ihnen langfristig helfen, ohne sie noch mehr zu belasten. Neben Medikamenten und anderen bewährten Therapieverfahren kann auch die Phytotherapie ein wichtiger Baustein der Behandlung sein. Klug kombiniert können sich die einzelnen Wirkstoffe sinnvoll ergänzen und gegenseitig unterstützen. Denn nach wie vor ist bis jetzt kein Medikament gefunden, das eine komplexe entzündliche oder bösartige Erkrankung alleine vollständig heilen kann. Insofern lohnt sich die Suche nach sinnvollen Ergänzungen durchaus. Außerdem haben die Präparate, die bisher zur Verfügung stehen, ihre Tücken und verursachen mitunter starke Nebenwirkungen.

Das heißt nun allerdings weder, dass pflanzliche Substanzen ein Allheilmittel sind, noch dass sie, weil rein natürlich, grundsätzlich harmlos und gut verträglich sind. Sie enthalten genauso Wirkstoffe, die Veränderungen im Körper anstoßen – oft zum Guten, manchmal aber auch nicht. Es ist daher wichtig, Heilpflanzen mit Bedacht auszuwählen und stets mit den eingenommenen Medikamenten abzustimmen. Daher empfiehlt es sich, die Einnahme immer mit Ihrem Arzt absprechen. Er kann Ihnen sagen, was sich gut ergänzen könnte.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Studien & Quellen:

Katzenkralle:

  • Akesson C et al.: An extract of Uncaria tomentosa inhibiting cell division and NF-kappa B activity without inducing cell death. Int Immunopharmacol. 2003 Dec;3(13-14):1889-900.
  • de Paula LC et al.: Uncaria tomentosa (cat's claw) improves quality of life in patients with advanced solid tumors. J Altern Complement Med. 2015 Jan;21(1):22-30.
  • Dreifuss AA et al.: Antitumoral and antioxidant effects of a hydroalcoholic extract of cat's claw (Uncaria tomentosa) (Willd. Ex Roem. & Schult) in an in vivo carcinosarcoma model. J Ethnopharmacol. 2010 Jul 6;130(1):127-33.
  • García Prado E et al.: Antiproliferative effects of mitraphylline, a pentacyclic oxindole alkaloid of Uncaria tomentosa on human glioma and neuroblastoma cell lines. Phytomedicine. 2007 Apr;14(4):280-4.
  • Rinner B et al.: Antiproliferative and pro-apoptotic effects of Uncaria tomentosa in human medullary thyroid carcinoma cells. Anticancer Res. 2009 Nov;29(11):4519-28.
  • Rizzi R et al.: Mutagenic and antimutagenic activities of Uncaria tomentosa and its extracts. J Ethnopharmacol. 1993 Jan;38(1):63-77.
  • Santos Araújo Mdo C et al.: Uncaria tomentosa-Adjuvant Treatment for Breast Cancer: Clinical Trial. Evid Based Complement Alternat Med. 2012;2012:676984.

Weihrauch:

  • Böker DK, Winking M: Die Rolle von Boswellia-Säuren in der Therapie maligner Gliome. Deutsches Ärzteblatt 94:A-1197, 1997.
  • Kirste S et al.: Boswellia serrata acts on cerebral edema in patients irradiated for brain tumors: a prospective, randomized, placebo-controlled, double-blind pilot trial. Cancer. 2011 Aug 15;117(16):3788-95.

Aronia:

  • Bermúdez-Soto MJ et al.: Up-regulation of tumor suppressor carcinoembryonic antigen-related cell adhesion molecule 1 in human colon cancer Caco-2 cells following repetitive exposure to dietary levels of a polyphenol-rich chokeberry juice. J Nutr Biochem. 2007 Apr;18(4):259-71.
  • Gasiorowski K et al.: Antimutagenic activity of anthocyanins isolated from Aronia melanocarpa fruits. Cancer Lett. 1997 Oct 28;119(1):37-46.
  • Kedzierska M et al.: Chemotherapy modulates the biological activity of breast cancer patients plasma: the protective properties of black chokeberry extract. Food Chem Toxicol. 2013 Mar;53:126-32.
  • Kedzierska M et al.: Effects of the commercial extract of aronia on oxidative stress in blood platelets isolated from breast cancer patients after the surgery and various phases of the chemotherapy. Fitoterapia. 2012 Mar;83(2):310-7.
  • Lala G et al.: Anthocyanin-rich extracts inhibit multiple biomarkers of colon cancer in rats. Nutr Cancer. 2006;54(1):84-93.
  • Sharif T et al.: Aronia melanocarpa juice induces a redox-sensitive p73-related caspase 3-dependent apoptosis in human leukemia cells. PLoS One. 2012;7(3):e32526.
  • Yaneva MP et al.: Evaluation of the immunomodulatory activity of Aronia in combination with apple pectin in patients with breast cancer undergoing postoperative radiation therapy. Folia Med (Plovdiv). 2002;44(1-2):22-5.

Salbei:

  • Chemistry, Pharmacology, and Medicinal Property of Sage (Salvia) to Prevent and Cure Illnesses such as Obesity, Diabetes, Depression, Dementia, Lupus, Autism, Heart Disease, and Cancer. J Tradit Complement Med. 2014 Apr;4(2):82-8.
  • Itani WS et al.: Anti colon cancer components from Lebanese sage (Salvia libanotica) essential oil: Mechanistic basis. Cancer Biol Ther. 2008 Nov;7(11):1765-73.
  • Jedinák A et al.: Antiprotease and antimetastatic activity of ursolic acid isolated from Salvia officinalis. Z Naturforsch C. 2006 Nov-Dec;61(11-12):777-82.
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