Wie wirkt Aronia gegen Brustkrebs?

Aroniabeeren strotzen nur so vor sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Etwa 5.000 bis 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe kommen in unseren Nahrungsmitteln vor. Sie haben Krebserkrankungen einiges entgegenzusetzen.

In der Aroniabeere ragen die Polyphenole heraus. Sie werden wiederum in weitere Untergruppen unterteilt. Dazu gehören z.B. Anthocyane, Proanthocyanidine und Flavonole. Sie gelten unter anderem als Anti-Krebs-Stoffe.

Tumorzellen zerstören sich selbst

Die Polyphenole sollen das Erbgut vor Veränderungen schützen, die wiederum Entartungen hervorrufen können. Man spricht auch von einer antimutagenen Wirkung der Aroniabeeren.

Außerdem fördern die Früchte die sogenannte Apoptose von Tumorzellen. Sie müssen sich das so vorstellen, als würden die Tumorzellen sich selbst umbringen – was ja bei diesen Biestern geradezu wünschenswert ist.

Antioxidantien sollen vor Krebs schützen

Auch freie Radikale sind mögliche Risikofaktoren für Krebserkrankungen. Denn diese ungebundenen Moleküle (kleine Teilchen) können eine Kettenreaktion auslösen, durch die letztlich gesundes Gewebe zerstört wird. Fachleute nennen das "oxidativen Stress".

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die dazu führen, dass freie Radikale entstehen: Rauchen, UV-Strahlung, Umweltgifte, bestimmte Medikamente usw. Indem die Beeren durch Antioxidantien und Vitamine gegensteuern, verstärken sie den Schutz vor Krebs. Auch einem schon bestehenden Krebs machen sie das Leben schwer.

Zudem unterstützen die Früchte das körpereigene Abwehrsystem. Denn sie sind außerordentlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Der Organismus ist also insgesamt widerstandsfähiger. Auch das ist sicherlich ein Pluspunkt, wenn es darum geht, sich möglichst gut gegen Krebs zu wappnen.

Positive Studienergebnisse, aber keine Beweise

Ein Allheilmittel sind die Apfelbeeren natürlich trotzdem nicht. Und die Studienergebnisse reichen noch nicht aus, um die hier beschriebenen Wirkungen zu beweisen. Verschiedene Erhebungen und Versuche sind aber vielversprechend.

Unsere Empfehlung:  
ein Kombinationsprodukt mit Aronia

Und mal ehrlich: Nur weil etwas noch nicht streng wissenschaftlich belegt ist, muss es noch lange nicht falsch oder wirkungslos sein. Insofern können Sie den Aroniabeeren durchaus eine Chance geben. Dass die Beeren Vitamine in recht hoher Konzentration und zudem wichtige Mineralstoffe bzw. Spurenelemente (z.B. Kalium, Calcium, Magnesium, Zink, Jod usw.) enthalten und damit sehr gesund sind, ist ohnehin unbestritten.

Bitte setzen Sie aber im Gegenzug keinesfalls im Alleingang Ihre Medikamente ab. Pflanzliche Präparate sind grundsätzlich nicht als Alternativtherapie, sondern als sinnvolle Ergänzung zur "klassischen" Behandlung zu sehen. Fragen Sie auch bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker nach, ob etwas dagegen spricht, dass Sie Aroniabeeren oder -produkte zu sich nehmen.

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Aronia und Krebs: eine Zusammenfassung

Autorin: Anna Brockdorff

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