Brustkrebs: Wann wird eine Galaktographie zur Früherkennung eingesetzt?

Die Galaktographie ist eine sehr spezielle Untersuchung der Milchgänge. Zur Früherkennung von Brustkrebs wird sie nur selten herangezogen.

Im Grunde ist die Untersuchung eine erweiterte Mammographie. Bevor die Brust geröntgt wird, spritzt der Arzt mit einer feinen stumpfen Nadel Kontrastmittel über die Brustwarze in das Milchgangsystem, das sich bäumchenartig über die gesamte Brust verzweigt. Im Röntgenbild werden die flüssigkeitsgefüllten Milchgänge dann als schneeweiße Bahnen deutlich sichtbar.

In der Regel gutartig

Eine Galaktographie dient dazu, ungewöhnliche, vor allem blutige Sekrete aus der Brustwarze abzuklären. Insbesondere wenn nur eine Brust betroffen ist, muss der Befund näher untersucht werden.

Dahinter verbirgt sich meist ein sogenanntes Papillom, ein gutartiger Tumor der Brust, der im Bereich der Milchgänge wächst und in der Regel harmlos ist. Daneben können auch Entzündungen zu einer Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze führen.

Sehr selten kann dahinter auch eine Krebserkrankung stecken. Manche bösartigen Tumoren entwickeln sind aus den Milchgängen, von denen mitunter auch blutige Sekrete nach außen dringen können. Auch invasiv wachsende Tumoren, die sich durch das Gewebe wühlen, können die Milchgänge durchdringen und entsprechende Veränderungen hervorrufen.

Klarheit bringt erst die Gewebeprobe

Während eine beidseitige milchige Absonderung meist hormonell bedingt und unbedenklich ist, ist eine einseitige blutige Sekretion stets verdächtig. In der Galaktographie können Veränderungen der Milchgänge festgestellt und ein raumfordernder Tumor ermittelt werden. Um was für eine Art von Geschwulst es sind handelt und ob das Gebilde gut- oder bösartig ist, lässt sich allerdings nur über eine anschließende Gewebeprobe bestimmen.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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