Kann durch eine Biopsie der Krebsknoten verletzt werden, so dass er danach in die Umgebung streut?

Die Frage ist durchaus berechtigt. Denn tatsächlich können beim Eindringen der Nadel zur Gewebeentnahme einzelne Zellen "herausgebrochen" werden und in die unmittelbare Umgebung gelangen.

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Allerdings ist die Gefahr, dass es dadurch zu einer Ausbreitung der Krebserkrankung kommt, fast gleich null. Denn erstens fehlt den herausgesprengten Krebszellen die Fähigkeit, sich in der Umgebung einzunisten. Um Tochterherde bzw. Metastasen zu bilden, braucht offenbar selbst ein Tumor den normalen Weg ohne Einfluss von außen. Zweitens könnten solche herausgelösten Krebszellen ja nur in der unmittelbaren Umgebung anwachsen, und wenn sich in der Gewebeprobe tatsächlich zeigt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, wird das komplette Gebiet bei der folgenden Operation mit großem Sicherheitsabstand entnommen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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