Stimmt es, dass Schwangerschaften und Stillen das Brustkrebsrisiko verringern?

Ja. Statistisch betrachtet haben Frauen ein um so geringeres Brustkrebsrisiko, je mehr Schwangerschaften und Stillperioden sie erlebt haben. Zurückgeführt wird dieser Zusammenhang auf die hormonellen Einflüsse während einer Schwangerschaft bzw. einer Stillperiode.

Es ist sogar so, dass die Länge des Stillens schon für sich einen Einfluss hat: Je länger das Stillen angedauert hat, desto geringer das Brustkrebsrisiko.

Allerdings ist wie immer bei derartigen statistischen Daten Vorsicht bei der Interpretation angebracht. Nur ganz wenige Frauen, die keine Kinder haben, erkranken tatsächlich an Brustkrebs. Und auch vier oder mehr Schwangerschaften bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Für so einfache und trügerische Schlüsse ist die Entstehung von Brustkrebs ein viel zu komplexes und von vielen Faktoren abhängiges Geschehen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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