Brustkrebsrisiko

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, Brustkrebs zu bekommen? Welche Faktoren beeinflussen mein Risiko? Führen Hormonpräparate und die Pille zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko? Welche Rolle spielt das Alter? Verringern Schwangerschaft und Stillen das Risiko? Erhöhen Übergewicht und Bewegungsmangel die Gefahr? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Welche Faktoren erhöhen das Brustkrebsrisiko?

Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die statistisch das Brustkrebsrisiko erhöhen, unter anderem:

   

Ab welchem Alter besteht ein erhöhtes Brustkrebsrisiko?

Krebs ist grundsätzlich eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Deshalb spielt er heutzutage bei einer alternden Bevölkerung auch eine weitaus größere Rolle als noch vor einigen Jahrzehnten.

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Mutter, Schwester, Oma: Wann genau habe ich ein familiär erhöhtes Brustkrebsrisiko?

Habe ich ein erhöhtes Risiko, wenn meine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist? Oder meine Großmutter? Oder nur, wenn mehrere Verwandte erkrankt sind? Eine deutsche Gruppe von Ärzten (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft) hat unlängst Kriterien zusammengestellt, die etwas mehr Klarheit schaffen sollen.

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Wie häufig ist Brustkrebs genetisch verursacht?

Auch wenn den sogenannten Brustkrebsgenen in den Medien eine hohe Aufmerksamkeit zuteil wurde, sind sie nur an einer geringen Zahl an Brustkrebserkrankungen tatsächlich beteiligt. Von 100 Erkrankungen sind nach aktuellen Schätzungen etwa 5 bis 10 genetisch bedingt.

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Warum erkranken asiatische Frauen seltener an Brustkrebs als Europäerinnen?

Das ist noch nicht abschließend geklärt. Lange Zeit war man sich sicher, dass das geringere Brustkrebsrisiko der asiatischen Frauen mit der Ernährung zusammenhängt, insbesondere mit bestimmten Inhaltsstoffen in Sojaprodukten.

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Habe ich mit großen Brüsten ein höheres Risiko für Brustkrebs?

Das Wichtigste zuerst: Frauen mit großen Brüsten erkranken nicht häufiger an Brustkrebs als Frauen mit kleineren Brüsten.

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Kann man durch das Aluminium in Deos Brustkrebs bekommen?

Es gibt nur eine wahre Antwort auf diese Frage: Das ist unklar. Man weiß es einfach noch nicht. Alle anderen Antworten, die vermeintlich klare Wahrheiten vermitteln – von Horrormeldungen über Aluminium als todsicheren Krebsauslöser, bis hin zu abwiegelnden Kommentaren – sind falsch. Dahinter stehen entweder Hersteller, die weiter ihre Produkte verkaufen wollen, oder professionelle Panikmacher und Verschwörungstheoretiker.

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Was bedeutet die Einnahme von Hormonpräparaten in den Wechseljahren für das Brustkrebsrisiko?

Es ist mittlerweile bewiesen, dass die langjährige Einnahme von Hormonpräparaten zur Linderung von Wechseljahres-Beschwerden das Brustkrebsrisiko erhöht. Dabei sind reine Östrogentabletten weniger gefährlich als die sehr viel häufiger eingesetzten Kombinationspräparate mit Östrogenen und Gestagenen (beides weibliche Geschlechtshormone).

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Erhöht die "Pille" das Brustkrebsrisiko?

In zwei großen Studien der letzten Jahre fanden sich Hinweise, dass sich unter langfristiger Einnahme der Pille das Brustkrebsrisiko leicht erhöht. Dem steht allerdings gegenüber, dass die hormonelle Verhütung mit der Pille zugleich das Risiko für andere Krebsarten senkt (u.a. Darmkrebs und Eierstockkrebs).

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Stimmt es, dass Schwangerschaften und Stillen das Brustkrebsrisiko verringern?

Ja. Statistisch betrachtet haben Frauen ein um so geringeres Brustkrebsrisiko, je mehr Schwangerschaften und Stillperioden sie erlebt haben. Zurückgeführt wird dieser Zusammenhang auf die hormonellen Einflüsse während einer Schwangerschaft bzw. einer Stillperiode.

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Welchen Einfluss hat die Regelblutung auf das Brustkrebsrisiko?

Es gibt einen nachgewiesenen Einfluss des Hormonhaushaltes (den weiblichen Geschlechtshormonen) und das Brustkrebsrisiko. Das gilt auch für die Regelblutung bzw. den Monatszyklus. Allerdings sind die genauen Zusammenhänge sehr komplex und noch immer nicht eindeutig geklärt.

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Stimmt es, dass Bewegungsmangel und Übergewicht das Brustkrebsrisiko erhöhen?

Ja. Frauen mit Übergewicht erkranken statistisch häufiger an Brustkrebs. Und auch Bewegungsmangel hat einen nachgewiesenen ungünstigen Effekt.

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Erhöht Alkohol das Brustkrebsrisiko?

Ja, ein Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und dem Brustkrebsrisiko ist nachgewiesen. Je mehr Alkohol eine Frau im Laufe ihres Lebens trinkt, desto höher ist ihre Wahrscheinlichkeit, Brustkrebs zu bekommen.

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Erhöht Rauchen das Brustkrebsrisiko?

Nikotingenuss ist bekanntermaßen ein wesentlicher Risikofaktor für eine ganze Reihe schwerer Erkrankungen, darunter auch diverse Krebsarten. Lange Zeit ging man aber davon aus, dass Rauchen mit der Entstehung von Brustkrebs nichts zu tun zu hat. Doch das scheint nicht zu stimmen.

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Erhöhen belastende Umweltfaktoren das Brustkrebsrisiko?

Das wird immer wieder vermutet, vor allem auch von den Betroffenen selbst. Allerdings sprechen alle bisher vorliegenden Daten eher dagegen.

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Haben Psyche oder Depressionen einen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko?

Nach bisheriger Datenlage gibt es keinen Einfluss zwischen der Psyche und dem Brustkrebsrisiko. Die oft geäußerte Vermutung, eine depressive Grundstimmung oder ähnliches könnten die Brustkrebserkrankung ausgelöst haben, konnte in keiner der dazu durchgeführten Studien nachgewiesen werden.

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Kann Brustkrebs auch schon bei jungen Frauen auftreten?

Ja. Allerdings ist das selten. Wenn es schon in jungen Jahren zur Entwicklung von Brustkrebs kommt, spielen meistens genetische Ursachen eine Rolle.

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Erhöhen zu enge Büstenhalter (BH's) das Brustkrebsrisiko?

Nein. Zumindest gibt es dafür nicht den geringsten wissenschaftlichen Anhaltspunkt. Gleichwohl ging das Gerücht, enge BH's würden Brustkrebs verursachen, eine ganze Weile hartnäckig um.

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Stimmt es, dass Deos und Antitranspirantien das Brustkrebsrisiko erhöhen?

Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es nicht. Das Gerücht freilich, die Anwendung von Deos oder Antitranspirantien könnte die Entstehung von Brustkrebs fördern, hält sich hartnäckig.

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Erhöhen Fehlgeburten oder Abtreibungen das Brustkrebsrisiko?

Nein! Für einen solchen Zusammenhang gibt es keinerlei wissenschaftlichen Hinweis. Leider wird dieser Mythos dennoch immer wieder diskutiert und – man könnte meinen künstlich – am Leben gehalten.

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Erhöht die Hormongabe bei einer Fertilitätsbehandlung (In-vitro-Fertilisation u.a.) mein Brustkrebsrisiko?

Nein, nach derzeitigem Kenntnisstand haben die im Rahmen einer Fertilisationsbehandlung eingenommenen Hormone keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.

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Können auch Männer Brustkrebs bekommen?

Ja. Allerdings ist das sehr selten. Etwa jede 100. Brustkrebserkrankung betrifft einen Mann. Auslöser sind häufig genetische Veränderungen.

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