Mit Jodsalz und Fisch Brustkrebs verhüten?

Dass ein Jodmangel in der Ernährung zum "Kropf" – einer vergrößerten Schilddrüse – führen kann, ist bekannt. Doch nun haben Forscher in Laborstudien festgestellt, dass eine zu geringe Jodzufuhr auch das Wachstum von Brustkrebszellen fördern kann.

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Genauer gesagt ist der entdeckte Zusammenhang eigentlich anders herum. Mit stark jodhaltigen Meeresalgen kann bei Tieren ein Brustkrebsherd wieder zurückgedrängt werden. Das liegt nach Ansicht der Studienautoren daran, dass Jod im Körper bestimmte zelluläre Wachstumsfaktoren hemmen kann. Im Entstehungsprozess von bösartigen Tumoren spielen auch spezielle Fettsäuren eine Rolle, die in zu großer Menge die Zellteilung beschleunigen können. Jod bildet mit diesen Fettäuren sogenannte Jodlaktone und bremst den Prozess auf diese Weise ein.

Statt Algen oder Jodtabletten lieber vollwertige Ernährung mit Jodsalz

Da man als Mensch nicht unbegrenzt Jod zu sich nehmen kann und getrocknete Algenextrakte, wie die in den oben genannten Studien bei Tieren angewandten, zu jodhaltig sind, bleibt es bei der ohnehin sinnvollen Empfehlung, sich vollwertig und damit auch jodhaltig zu ernähren. Häufiger mal Fisch oder andere Meerestiere auf dem Speiseplan sowie die Verwendung von Jodsalz sind also auch zur Verhütung von Brustkrebs zu empfehlen - auch wenn die Laborstudien kein endgültiger Beweise für diesen Zusammenhang sind.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 11.10.07
Quelle: aid

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