Neues Verfahren zur Brustkrebsabklärung: Milchgangsspiegelung

Wenn ein Verdacht auf Brustkrebs besteht und dieser ausgeschlossen werden soll, muss mitunter auch eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen werden. Diese sogenannte Biopsie ist ein kleiner operativer Eingriff. In Japan wurde jetzt eine alternative diagnostische Methode entwickelt, die ohne Hautschnitt auskommt.

Das Verfahren heißt Duktoskopie. Zu deutsch: Milchgangsspiegelung. Dabei wird ein haarfeines Röhrchen mit einer Mini-Kamera an der Spitze über die Brustwarze in die Milchgänge vorgeschoben. Nach Angabe der japanischen Wissenschaftler ist die Untersuchung harmlos und hinterlässt keine Narben. Allerdings wird sie bisher nur in einer bestimmten Ausgangslage eingesetzt, nämlich dann, wenn als Verdachtssymptom zuvor Flüssigkeit aus der Brust ausgetreten ist. Dies kann nämlich ein Hinweis auf ein Geschwür im Bereich der Milchgänge sein.

Prof. Ingo Runnebaum vom Brustzentrum der Universität Jena sieht in dem neuen Diagnostikverfahren vor allem auch dann Vorteile, wenn ästhetische Fragen im Vordergrund stehen und die Brust auch im Falle einer Krebsdiagnose erhalten werden soll.

Autoren: WANC/, 26.03.07

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