Brustkrebs: Der Rolle von Vitamin D auf der Spur

Die Hinweise verdichten sich, dass Vitamin D eine Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs spielt. Oder zumindest spielen kann. Mehrere Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an Vitamin D das Erkrankungsrisiko erhöht. Nun haben britische Wissenschaftler ein Gen entdeckt, das diesen Zusammenhang untermauert.

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Die Forscher von der St. George's Hospital Medical School in London untersuchten den Rezeptor auf den Körperzellen, der die Verarbeitung des Vitamin D reguliert. Oder vielmehr das Gen, das diesen Rezeptor kodiert. Bei einer Gen-Analyse von rund 400 Frauen mit Brustkrebs und 400 gesunden Frauen zeigte sich, dass die Brustkrebs-Patientinnen deutlich häufiger eine ganz bestimmte Variante dieses Vitamin-D-Rezeptor-Gens trugen. Oder andersherum ausgedrückt: Frauen mit dieser Gen-Variante erkranken demnach doppelt so häufig an Brustkrebs.

Möglicherweise kommt es durch das Gen zu einer schlechteren Verarbeitung des Vitamins im Körper, was wiederum die Entwicklung aggressiverer Tumorformen fördern könnte. Auch wenn diese Schlussfolgerungen noch sehr spekulativ sind, bietet sich damit nach Einschätzung der Studienautoren vielleicht eine neue Möglichkeit, das individuelle Brustkrebsrisiko schon zu ermitteln, bevor die Erkrankung ausbricht.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 09.08.04

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