Wann hilft die Magnetresonanztomografie (MRT)?

Während in der Vorsorge und Früherkennung von Brustkrebs die Mammographie nach wie vor als Methode erster Wahl gilt, ist in der Nachsorge (nachdem ein Tumor operativ entfernt wurde) die Magnetresonanztomographie die zuverlässigere Methode. Darauf hat jetzt Prof. Markus Müller-Schimpfle, Radiologe am Klinikum Frankfurt Höchst, hingewiesen.

Vor der Operation: Mammographie bleibt wichtigste Untersuchung

Die Magnetresonanztomographie (MRT) kommt ohne radioaktive Strahlen aus und erzeugt sehr detailgenaue Schichtbilder des aufgenommenen Gewebes. Allerdings ist die MRT auch sehr aufwändig und teuer. Und laut Müller-Schimpfle konnte dieses moderne Untersuchungsverfahren in der Vorsorge von Brustkrebs bisher nicht nachweisen, dass es bessere Resultate liefert als die Röntgen-Mammographie. Im Gegenteil: Mit der Mammographie werden 10-15% Tumore entdeckt, die der MRT entgehen.

Anders sieht es aus, wenn ein Brustkrebs entdeckt und dann operiert wurde. Wenn es also darum geht, das Operationsergebnis zu überprüfen und das Vorhandensein möglicher Restherde auszuschließen. Dann ist die Magnetresonanztomographie unstrittig von Vorteil, so der Radiologe. Allerdings gilt sie auch hier noch nicht als Standardmethode. Nach Ansicht von Müller-Schimpfle ein Punkt, der zu diskutieren ist.


WANC/zo 19.04.2011
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft

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