Was zeigt sich in der Urinprobe, wenn eine Blasenentzündung vorliegt?

Wenn Sie mit einer vermeintlichen Blasenentzündung zum Arzt gehen, ist eine Untersuchung des Harns obligatorisch. Auch dann, wenn die Diagnose anhand der Beschwerden fast eindeutig ist. Sie müssen in der Praxis also eine Urinprobe abgeben (passiert vor Ort). Diese wird dann zum einen per Teststreifen, zum anderen unter dem Mikroskop untersucht.

Der Teststreifen zeigt innerhalb von Sekunden an, ob sich weiße oder rote Blutkörperchen im Harn befinden. Außerdem reagiert er mit entsprechenden Verfärbungen, wenn sich Nitrit im Urin befindet. Und Nitrit ist das klassische Abbau-Produkt von Bakterien. Die mikroskopische Untersuchung ist dann eher eine Bestätigung des Teststreifen-Befunds. Im Falle einer Blasenentzündung sieht der Laborant dann sowohl die leibhaftigen Keime als auch typische Harnkristalle.

Mitunter wird zusätzlich auch noch eine sogenannte Urin-Kur angelegt, in der die enthaltenen Bakterien weiterwachsen können. Damit lassen sich dann die Keime ganz genau identifizieren. Das kann manchmal hilfreich für eine zielgenauere Antibiotika-Therapie sein.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn