Makula-Degeneration: Erblindung verhindern mit Grünkohl, Spinat und Brokkoli

Die Makula-Degeneration ist eine Alterskrankheit: Mit zunehmendem Alter lässt die Funktion der Makula – das ist die Mitte der Netzhaut und hat die höchste Sehschärfe – nach und damit auch das Sehvermögen. Augenärzte und Ernährunswissenschaftler betonen nun, wie wichtig der Einfluss der Ernährung auf die Entwicklung einer Makula-Degeneration ist.  So können Grünkohl, Spinat und Brokkoli helfen, eine Erblindung zu vermeiden.

Warum gerade grünes Blattgemüse diese segensreiche Wirkung hat, weiß Dr. Volker Böhm von der Universität Jena. Diese Gemüse enthalten zwei Stoffe, die besonders gut für die Makula sind: Lutein und Zeaxanthin. So kommt beispielsweise Lutein in Grünkohl bis 0,25 mg/g Frischgewicht und in Spinat bis 0,12 mg/g Frischgewicht vor. Ebenso ist Lutein in  Rucola, Weißkohl, Kresse, Petersilie, Broccoli und Lauch enthalten. Viel Zeaxanthin findet sich in Mais (0,53 mg/100g), grünen Bohnen (0,44 mg/100g) und rohem Spinat (0,33 mg/100g).

Ernährung generell wichtig für die Augen

Gesunde sollten pro Tag 5 mg Lutein zu sich nehmen, um ihre Augen zu schützen. Patienten mit Makula-Degeneration benötigen etwa das doppelte. Ernährungswissenschaftler betonen, dass die Ernährung generell ein große Rolle bei dem Erhalt der Sehkraft spielt. Denn durch die richtige Zufuhr der notwendigen Stoffe werde die Makula in die Lage versetzt, sich immer wieder zu regenerieren. Neben Lutein und Zeaxanthin seien dazu auch Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Seefisch wie Hering oder Lachs vorkommen, notwendig.

Und was die Sehkraft sonst noch gefährdet? Rauchen und Übergewicht. Wer viel raucht, hat beispielsweise ein dreifach erhöhtes Risiko für eine Makula-Degeneration. Und Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten, sollten des öfteren ihre Augen entspannen. In dem sie immer wieder den Blick schweifen lassen.

Autor: Christian Sachse, 13.03.2012
Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena

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