Antibiotika und Pilzmittel: Gefahr für die Augen

Bestimmte Antibiotika und Medikamente gegen Pilzinfektionen können den Augen zu schaffen machen. Oft sind das nur kleinste Veränderungen, manchmal aber auch schwere Funktionsstörungen, wie jetzt in einem Fachartikel erläutert wird.

Um welche Medikamente es geht

Es handelt sich dabei allerdings wirklich um Spezial-Medikamente. Sehstörungen kann beispielsweise der Wirkstoff Voriconazol (VFend®) hervorrufen, mit dem Pilzinfektionen behandelt werden. Ein weiteres Medikament, das auf die Augen schlagen und deren Motorik stören kann, ist das Antibiotikum Telithromycin (Ketek®). Das wird auch zur Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt. Das Antibiotikum Linezolid (Zyvoxid®) kommt bei Infektionen durch den Problemkeim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) zum Einsatz. Es kann vor allem bei längerer Therapiedauer dauerhafte Schäden des Sehnervs verursachen – bis hin zum Verlust des Sehvermögens.

Die auftretenden Sehstörungen äußern sich durch verschwommenes Sehen, gestörtes Farbensehen oder Lichtempfindlichkeit. Meist gehen die Beeinträchtigungen rasch zurück – aber nicht immer. Halten sie länger an oder sind sie sehr ausgeprägt, müssen die Augen kontrolliert werden.

Autor: Christian Sachse, 23.05.2012

Quelle: Deutsche Medizinische Wochenschrift 2012 137 (03)

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