Was sind Floater im Auge?

"To float" bedeutet im Englischen "schweben", "treiben" oder "schwimmen". Unter Floatern versteht man kleine Partikel im Glaskörper des Auges, die vor dem Blickfeld umhertanzen.

Es gibt viele Bezeichnungen für die lästigen Schwebeteilchen im Auge. Im Französischen nennen sie sich "Mouches volantes", das deutsche Pendant dazu sind "fliegende Mücken". So nett die Namen auch klingen mögen, für die Betroffenen kann das Phänomen sehr unangenehm und störend sein.

Trübungen im Glaskörper

Floater entstehen durch Veränderungen der Struktur und Zusammensetzung des Glaskörpers, einer gallertartigen Masse, die größtenteils aus Wasser besteht. Zu ca. 2% enthält sie außerdem Hyaluronsäure, eine zuckerartige Verbindung, die ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes ist, sowie Eiweißfasern.

Diese Eiweiße können mit der Zeit verklumpen und Schatten auf die dahinterliegende Netzhaut werfen. Das nehmen wir dann als schwebende Punkte, Spiralen oder Schlangen wahr. Insgesamt trübt der Glaskörper mehr und mehr ein.

Behandlung meist nicht nötig

Ab dem mittleren Erwachsenenalter sind viele von diesen im Grunde harmlosen optischen Erscheinungen betroffen. Oft verschwinden sie wieder, viele Menschen gewöhnen sich auch daran. Anderen machen die Störeindrücke mehr zu schaffen und können sogar den Alltag relevant beeinträchtigen. Dann ist im Einzelfall gut abzuwägen, ob eine Behandlung angemessen ist.

Da Floater in der Regel nicht gefährlich sind, sollte jeder Eingriff wohlüberlegt sein, da keiner frei von Risiken ist. Grundsätzlich ist es möglich, den Glaskörper mitsamt den störenden Partikeln zu entfernen – eine nicht ganz unaufwendige Prozedur. Mit einem neueren Verfahren lassen sich die Eiweißklumpen mittels Laser bestrahlen und auflösen. Allerdings kommt nicht jeder dafür infrage bzw. bieten sich nicht alle Arten von Floatern gleichermaßen dafür an.

Es gibt nämlich unterschiedliche Floater-Typen, die abschließend noch benannt werden sollen:

  • faserartige Floater
  • wolkenartige, diffuse Floater
  • Weiß-Ring-Floater

Mit dem Laser auf die Floater?

Faserartige Floater kommen oft bei jüngeren Menschen < 45 Jahren vor. Hier ist Abwarten tatsächlich die beste Strategie, da sich die Gebilde oft wieder verlieren. Wolkenartige Floater sind typische Alterserscheinungen. Abhängig von ihrer Größe, Menge und Lage im Glaskörper können sie eventuell gelasert werden.

Weiß-Ring-Floater haben ihren Namen von der als Weiß- oder Martegiani-Ring bezeichneten Anheftungsstelle, über die der Glaskörper im hinteren Bereich des Auges mit dem Sehnervenkopf verbunden ist. Hebt er sich davon ab, löst sich der Ring und wird vor der Netzhaut abgebildet. Grundsätzlich eignen sich diese Floater am besten für die Laserbehandlung, da sie meist relativ groß sind und in der Mitte des Glaskörpers in sicherer Entfernung zu Netzhaut und Linse liegen.

Wenn die ständigen "Fussel" vor Ihren Augen Sie sehr belasten und im Alltag beeinträchtigen, lassen Sie sich in einem spezialisierten Zentrum beraten und überlegen Sie zusammen mit dem Augenarzt gut, ob und wie Sie sich behandeln lassen.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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