Welche Untersuchungen werden beim Grauen Star durchgeführt?

Zur Diagnosestellung des Grauen Stars untersucht der Augenarzt die vorderen Augenabschnitte mit einer sogenannten Spaltlampe. Das ist eine harmlose Routine-Untersuchung, die Sie vielleicht schon kennen. Man legt dabei das Kinn auf einen Metallbügel und der gegenüber sitzende Augenarzt beleuchtet mit der Spaltlampe das Augeninnere, das vergrößert darstellt wird.

Für eine bessere Sicht auf die Strukturen wird die Pupille zuvor erweitert. Das geschieht durch die Gabe von Augentropfen, die einen entsprechenden Wirkstoff enthalten.

Der Augenarzt bestimmt die Ausdehnung und die Lokalisation von Trübungen innerhalb der Linse und im Verhältnis zur optischen Achse des Auges. Zum Ausschluss weiterer Erkrankungen erfolgt eine Augenhintergrundspiegelung. Auch die Sehschärfe wird gemessen.

Wichtige Messungen vor der Operation

Wenn die Entscheidung zu einer Operation des Grauen Stars gefällt wurde, erfolgen mehrere Messungen, die sehr wichtig sind, um die notwendige Brechkraft der einzusetzenden Kunstlinse möglichst genau abzuschätzen. Für die Bestimmung der Zielrefraktion, so der Fachjargon, werden die Hornhautbrechkraft, die Vorderkammertiefe und die Länge des Augapfels ermittelt.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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