Wie oft muss man nach einer Operation des Grauen Stars noch zum Arzt?

Als Behandlungsmaßnahme nach der Operation des Grauen Stars erhalten Sie in aller Regel Augentropfen zur Förderung des Heilungsverlaufs. Die enthaltenen Wirkstoffe richten sich gegen eine innere Entzündung und gegen eine bakterielle Infektion (Antibiotikum) des operierten Auges.

Das Anti-Entzündungsmittel (Antiphlogistikum) wird üblicherweise über zwei bis vier Wochen in abnehmender Dosierung angewendet, das Antibiotikum über etwa eine Woche. Wenn das entzündungshemmende Mittel Cortison oder verwandte Wirkstoffe enthält, sollten Sie den Augeninnendruck kontrollieren lassen, zumindest bei längerer Anwendung. Kortison-haltige Augentropfen können nämlich den Augeninnendruck erhöhen, also einen Grünen Star (Glaukom) verursachen.

Mehrere Kontrolltermine

Die ersten Kontrolluntersuchungen werden üblicherweise am ersten Tag nach der Operation vom Augenchirurg vorgenommen. Danach folgen meist Kontrolltermine nach einer Woche, nach einem Monat und im weiteren Verlauf durch Ihren behandelnden Augenarzt.

Nach 6-8 Wochen erfolgt ggf. die Anpassung Ihrer Sehhilfe für die Ferne und/oder Nähe, je nachdem, was vorher geplant wurde und wie sich das Sehvermögen nach der Operation tatsächlich entwickelt hat.

Eine körperliche Schonung ist heute dank schonender und fortgeschrittener Operationstechnik in der Regel nicht mehr notwendig. Und auch weitere Behandlungsmaßnahmen sind bei komplikationsfreiem Operationsverlauf und gutem Befinden normalerweise nicht erforderlich.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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