Wie gut kann man nach einem Augenlaser-Eingriff (Lasik) sehen?

Insgesamt sind die Ergebnisse, die mit dem Augenlaser-Verfahren erzielt werden können, recht gut. Mittlerweile liegt die Erfolgsrate des Laserns einer Kursichtigkeit bei etwa 84% – mit einer Abweichung von einer halben Doptrie (0,5 dpt) vom angestrebten Sehwert. Bezogen auf eine Abweichung von 1,0 dpt liegt die Rate sogar bei 95%.

Bei Weitsichtigen sind die bisher ermittelten Erfolgsraten nicht ganz so gut. Eine maximale Abweichung um 0,5 dpt vom Zielwert wird nur bei ca. 70% von ihnen erreicht. Bei einem Abweichungsbereich von 1,0 dpt sind es aber immerhin 91%.

Die Rate der notwendigen Nachbehandlungen nimmt im Verlauf eines Jahres auf 5% ab.

Deutliche Verbesserungen während der letzten Jahre

Das Augenlasern heißt medizinisch übrigens Laser-in-situ-Keratomileusis. Weil sich das nicht einmal Ärzte merken können, wird das Verfahren kurz Lasik-Korrektur genannt.

Zu den Faktoren, die das Lasik-Ergebnis beeinflussen, zählen vor allem das Können und die Erfahrung des Operateurs, das verwendete Instrumentarium und die individuellen Voraussetzungen, die Sie selbst mitbringen. Seit den ersten Untersuchungen konnte die Erfolgsquote durch die technische Weiterentwicklung, laufende Verbesserungen der Prozesse und die zunehmende Erfahrung der Laserchirurgen weiter gesteigert werden. In etwa 10-20% der Fälle erfolgt nach der Lasik-Behandlung eine Nach-Laserung.

Langzeitergebnisse über mehrere Jahrzehnte sind beim Lasik-Verfahren, das seit 1990 zum Einsatz kommt, allerdings noch weitgehend unbekannt.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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