Was ist der Augenhintergrund?

Der Augenhintergrund ist der hintere innere Bereich des Auges, an dem sich die Netzhaut befindet. Dort werden die durch Pupille und Linse einfallenden Lichtstrahlen in den Sehzellen als Sinnesreize erfasst und entsprechende Impulse über die angeschlossenen Nervenfasern ans Gehirn weitergeleitet.

Augenärztliche Beurteilung wichtiger Strukturen

Zu den wichtigen Strukturen, die der Augenarzt bei der Spiegelung des Augenhintergrunds (Funduskopie) begutachtet, gehören neben der Netzhaut die Blutgefäße, die Papille und der gelbe Fleck. Verschiedene Augenerkrankungen machen sich durch Veränderungen dieser Strukturen bemerkbar. Meistens schon, bevor es zu spürbaren Beschwerden für den Betroffenen kommt. Dazu zählen etwa das Glaukom (Grüner Star), die altersbedingte Makuladegeneration oder punktuelle Netzhautablösungen.

Mit modernen Verfahren wie der Scanning-Laser-Polarimetrie sind diese Veränderungen noch früher und genauer messbar als mit der normalen augenärztlichen Untersuchung. Wie immer in der Medizin und im richtigen Leben zählt am Ende der Gesamtbefund, der sich aus verschiedenen objektiven und subjektiven, technischen und menschlichen Beurteilungskriterien zusammensetzt.

Beachtenswert:

Damit der Augenarzt alle Bereiche der Netzhaut einsehen kann, werden Ihre Pupillen bei der Augenspiegelung in der Regel vorher weitgestellt. Das geschieht mit speziellen Augentropfen, die recht schnell wirken. Allerdings dauert auch die Untersuchung meist nur ein paar Minuten und danach sind Ihre Pupillen noch für einige Stunden vergrößert und Ihre Augen demzufolge sehr lichtempfindlich.

Deshalb ist Auto- oder Fahrradfahren in diesem Zustand nicht erlaubt. Nutzen Sie also öffentliche Verkehrsmittel oder lassen Sie sich fahren. Das Tragen einer Sonnenbrille auf dem Nachhauseweg empfiehlt sich zum Schutz Ihrer Augen, auch bei bedeckter Witterung.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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