Was ist Asthma vom Schweregrad 1?

Heutzutage wird die Einteilung in Schweregrad 1 bis 3 kaum mehr verwendet. Ganz einfach deshalb, weil sie wenig aussagekräftig ist. Unterschiedliche Ausprägungen von Asthma gibt es aber natürlich immer noch.

Schweregrad je nach nötiger Therapie

Und zwar leicht, mittel und schwer. Entscheidend sind dabei weiterhin die Beschwerden und die Ergebnisse der Lungenfunktionsmessung. Hinzu kommt allerdings, wie gut die Erkrankung unter einer bestimmten Behandlung kontrolliert werden kann.

In die Beurteilung fließt also die Therapie bzw. das jeweilige Ansprechen auf die Medikamente ein. Daher ist der Schweregrad immer nur rückblickend zu beurteilen und kann sich auch wieder ändern, wenn die Behandlung nicht mehr ausreicht und ausgeweitet werden muss oder umgekehrt entschärft werden kann. Beides ist jederzeit möglich.

Was es mit der Kontrolle auf sich hat

Ein leichter Schweregrad, wie er am ehesten dem früheren Grad 1 entspricht, liegt dann vor, wenn das Asthma unter der Therapiestufe 1 oder 2 gut unter Kontrolle zu bringen ist. Das heißt, entweder reicht dafür allein ein Spray bei Bedarf oder es wird ein niedrig dosiertes Kortisonspray als Dauertherapie eingesetzt.

Vielleicht fragen Sie sich, was es denn mit der Kontrolle auf sich hat. Genau hier kommen die früheren Kriterien der Schweregradeinteilung ins Spiel. Denn ob die Erkrankung als kontrolliert gilt, bemisst sich an den Parametern der Lungenfunktion wie auch an Ihrer eigenen Einschätzung. Kontrolliert heißt so viel wie:

  • normale Lungenfunktionswerte
  • maximal zweimal pro Woche Symptome tagsüber
  • keine nächtlichen Beschwerden
  • maximal zweimal pro Woche Bedarfsspray
  • keine Einschränkung der Aktivität im Alltag

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Asthma: Grundlagen und Ursachen

Anzeigen