Hilft Abnehmen gegen Asthma?

Ja, es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und den Asthmabeschwerden. Wenn Sie daher ein paar Kilo weniger auf die Waage bringen, machen Sie sich vieles leichter.

Stark übergewichtige Menschen bekommen häufiger Asthma als normalgewichtige. Das haben Studien gezeigt. Außerdem fällt es ihnen schwerer, die Erkrankung zu kontrollieren, und sie reagieren weniger gut auf Asthmasprays. Wenn die Kilos purzeln, können dagegen viele tatsächlich aufatmen.

Es muss nicht viel sein

Und dabei reichen schon kleine Schritte. Wenn Sie es schaffen, 5-10% Ihres jetzigen Gewichts loszuwerden, haben Sie schon viel erreicht. Das wären z.B. bei 100 kg nach Adam Riese 5-10 kg, was doch wirklich überschaubar ist. Damit bekommen Sie das Asthma deutlich besser unter Kontrolle. Das heißt, die Beschwerden werden milder und seltener, und Sie müssen weniger oft zum Bedarfsspray greifen. Auch Ihr Allgemeinzustand und Wohlbefinden werden profitieren.

Wie Sie dahin kommen, ob mit einer Diät oder über mehr Bewegung, spielt für diese Effekte keine Rolle. Grundsätzlich ist fürs Abnehmen die Kombination aus einer sinnvollen, nachhaltigen Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Aktivität allerdings ratsam, um wirklich langfristige Erfolge zu erzielen.

Bessere Lungenfunktion, weniger Medikamente

Auch Ihre Lunge und die Atemwege werden es Ihnen danken. Das spüren Sie nicht nur, sondern merken es auch bei der Messung der Lungenfunktion. Die Werte dort werden sich zusehends verbessern, womit Sie im übrigen auch Ihren Arzt beeindrucken können.

Er kann in der Folge vielleicht sogar Ihre Medikamente drosseln. Wenn Sie die Erkrankung über längere Zeit gut im Griff haben, können Sie in der Asthma-Stufentherapie womöglich eine Stufe zurückgehen und bekommen weniger bzw. andere Medikamente. Auch das könnte also ein kleiner Anreiz sein.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Asthma: Behandlung und Prognose

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