Wie wird eine Nesselsucht behandelt?

Zwei wesentliche Dinge sind bei der Nesselsucht-Therapie wichtig:

Auslöser vermeiden

Wenn eine Nesselsucht immer wieder auftritt oder über längere Zeit bestehen bleibt, sollte als Erstes nach dem Auslöser gesucht werden. Allergietests, Kälte-, Wärme- und Drucktests, ein Blutbild sowie Stuhl- und Urinuntersuchungen können wichtige Hinweise auf die allergieauslösenden Faktoren liefern. Ist der Allergie auslösende Stoff bekannt, sollte ihn der Patient in Zukunft meiden. Einige Patienten reagieren z. B. auf physikalische Auslöser wie Wärme oder Reibung sehr sensibel.

Die Druck- Urtikaria lässt sich beispielsweise durch das Tragen breiterer Träger am Rucksack vermeiden. Reagiert ein Patient überempfindlich auf ein bestimmtes Lebensmittel, kann eine spezielle Diät helfen.

Medikamente einnehmen

In vielen Fällen – etwa bei 50 Prozent aller Patienten mit chronischer Nesselsucht – kann kein Auslöser festgestellt werden. In diesem Fall kann die Nesselsucht nur mit Hilfe von Medikamenten (wie z. B: Antihistaminika, die die Wirkung der Histamine blockieren) behandelt werden. Zudem können entzündungshemmende Arzneimittel (wie Glukokortikoide oder Immunsuppressiva) eingenommen werden, um die unangenehmen Symptome möglichst schnell zu lindern.

Bei schwerer Nesselsucht (wie zum Beispiel mit Angioödemen) die mit Atemnot und Schluckbeschwerden einhergeht, müssen stärkere Medikamente (meist Kortison) eingenommen werden.

Autorin: Nina Peterz

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