Eltern mit Allergien: Wie hoch ist dann das Risiko des Kindes?

Etwa jedes dritte Kind entwickelt bis zu Beginn der Pubertät eine Allergie. Doch die Chancen sind ungleich verteilt: Wesentlich höher ist das Allergierisiko, wenn Eltern ihren Kindern die Allergieneigung vererbt haben.

Das statistische Allergierisiko hängt von der Allergiehäufigkeit in der Familie ab: Je häufiger dort Allergien auftreten, desto größer auch das Risiko für ein Kind. Auch längst vergessene Allergien der Eltern während ihrer eigenen Kindheit sind ein Hinweis auf die Allergieneigung im Erbgut.

Den besten Start ins Leben haben Kinder, deren Eltern beide allergiefrei durchs Leben gegangen sind. Nur etwa 10% von ihnen entwickeln später eine Allergie. War dagegen ein Elternteil allergisch, haben später ungefähr 30% der Kinder mit Allergien zu kämpfen. Vererben gleich beide Elternteile die Allergieneigung, steigt die Wahrscheinlichkeit auf über 50%. Damit nicht genug: Haben beide Elternteile die gleiche Allergie, so steigt das Risiko für den Nachwuchs auf bis zu 80%.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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