Insektengiftallergie: Was tun, wenn doch mal eine Biene oder Wespe sticht?

Für Menschen mit einer Bienengift- oder Wespengiftallergie ist die beste Vorbeugung natürlich, gar nicht erst gestochen zu werden. Aber auch, wenn man sich vorsieht (nicht barfuß über eine Blumenwiese laufen, Vorsicht beim Trinken von Süßgetränken oder beim Essen, wenn Bienen oder Wespen in der Nähe sind), komplett ausschließen kann man die Gefahr nicht.

Da bei einer ausgeprägten Insektengiftallergie ein weiterer Stich potentiell lebensbedrohlich sein kann, ist eine der wichtigsten Maßnahmen, immer ein sogenanntes Notfall-Set bei sich zu tragen. Dieses kleine Täschchen enthält alle Medikamente, die im Notfall einem allergischen Schock entgegenwirken. Ihr Arzt kann und wird Sie beraten, was hineingehört und wie Sie die einzelnen Substanzen im Notfall benutzen. Auch Ihr Partner oder andere häufige Begleiter sollten ein solches Notfall-Set bei sich tragen und etwas geschult sein, um Ihnen im Fall des Falles helfen zu können.

Ein solches Notfall-Set enthält meist folgende Mittel:

  • ein schnell wirksames Antihistaminikum (gegen die allergische Reaktion)
  • ein schnell wirksames Kortison-Präparat (auch gegen die allergische Reaktion)
  • Adrenalin zum Inhalieren (gegen die lebensbedrohlichen Schocksymptome)
  • Spritzen (wenn es ganz schnell gehen muss, sind intravenöse Spritzen die beste Option)
  • Asthma-Sprays (wenn asthmatische Symptome bestehen)

Vorgehen im Notfall

Wenn es wirklich zu einem Stich kommt, sollten Sie das Antihistaminikum und das Kortison-Präparat sofort einnehmen bzw. verabreichen. Das Adrenailin und auch das Asthma-Spray nur, wenn Atemprobleme auftreten. Bitte beachten Sie hier aber auch die Anweisungen, die Ihnen Ihr Arzt im Vorwege gegegen hat.

Unabhängig davon sollten Sie aber zur Sicherheit in einer solchen "Stich-Situation" unbedingt sofort einen Arzt rufen oder aufsuchen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Anzeigen