Wann wird mit einer Hyposensibilisierung begonnen?

Das hängt davon ab, ob es sich um eine sogenannte Langzeit- oder Kurzzeit-Therapie handelt. Die Langzeittherapie muss nach Ablauf der "Allergie-Saison" beginnen. Bei einer Allergie gegen klassische Gräserpollen also im Herbst, bei einer Allergie gegen Frühblüher im Sommer.

Dann wird die allergiefreie Zeit genutzt, mit langsam steigenden Dosierungen den Körper an das auslösende Allergen zu gewöhnen. Die erste Phase dieser dreijährigen Behandlung mit relativ häufigen Spritzen ist dann zum Zeitpunkt der neuen Allergie-Saison abgeschlossen.

Bei der Kurzzeit-Variante der spezifischen Immuntherapie dauert der gesamte Behandlungsprozess nur sechs Wochen. Sie kann deshalb auch noch relativ knapp vor der nahenden Allergie-Saison durchgezogen werden. Allerdings ist diese Variante nur für Pollen-Allergiker möglich und auf lange Sicht nicht so zuverlässig wie die Langzeittherapie.

In welchem Alter sollte eine Hyposensibilisierung erfolgen?

Mit einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) sollte möglichst vor dem sechsten Lebensjahrzehnt begonnen werden. Außerdem ist die Prognose deutlich günstiger, wenn zu Beginn der Behandlung die Allergiebeschwerden noch nicht länger als vier bis fünf Jahre bestehen.

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