Wie zuverlässig ist ein Allergietest?

Das kommt ein wenig auf's Verfahren an, aber mit dem klassischen Prick-Test (viele kleine Piekser in den Arm) bekommt man zumindest eine gute Orientierung. Eine 100%ige Sicherheit hat man damit nicht, denn man kann unmöglich jeden nur denkbaren Allergie-Auslöser (medizinisch: Allergen) testen. Das gilt auch für aufwändigere Allergietests.

Bei einem negativen Testergebnis (keine Reaktion), ist das Vorliegen einer Allergie aber zumindest sehr unwahrscheinlich. Denn die häufigen Allergene werden ja standardmäßig getestet. Allerdings gilt dies nicht für alle Zukunft, da sich eine Allergie auch erst im fortgeschrittenen Alter entwickeln kann.

Nachweis einer Allergie sagt nicht alles

Zeigt der Test hingegen eine allergische Reaktion auf eine der Probesubstanzen an, bedeutet dies noch nicht, dass Ihr Kind auch tatsächlich eine ausgeprägte Allergie bekommen muss. Die Reaktionen auf Allergene können im normalen Lebensalltag auch so gering sein, dass sie gar nicht als Erkrankung wahrgenommen werden. Wenn allerdings tatsächlich schon allergische Beschwerden aufgetreten sind, sollten geeignete Maßnahmen (Kontakt-Vermeidung mit dem Allergen, ggf. Hyposensibilisierung) eingeleitet werden.

Aber Vorsicht: Nicht jeder kleine Schnupfen und nicht jedes Nasejucken ist gleich ein behandlungsbedürftiger Heuschnupfen.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Allergie finden Sie auch auf

Navigator-Medizin.de/Allergie

Anzeigen