Bienenstich: Für Allergiker kann er tödlich sein

Natürlich ist das die krasse Ausnahme. Aber es kommt vor. Ein Bienenstich oder ein Wespenstich, der tödlich endet. Oder zumindest zu einem schweren allergischen Schock führt. Passieren kann das dann, wenn eine schwere Insektengiftallergie durch einen weiteren Stich aus dem Ruder läuft.

Deshalb lohnt es sich allemal, eine Allergie gegen Bienen- oder Wespengift ernstzunehmen. Ob man überhaupt eine solche Allergie hat, kann mit den üblichen Allergietests festgestellt werden.

Bestes Gegenmittel: Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

Besteht eine Insektengiftallergie, empfehlen die meisten Ärzte eine sogenannte spezifische Immuntherapie. Also eine Hyposensibilisierung, eine Art Impfung gegen die Allergie. Nach Ansicht von Experten nehmen viel zu wenige Betroffene diese Chance auf komplette Heilung wahr.

Vielleicht, weil die Behandlung etwas umständlich ist. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird dabei Bienen- oder Wespengift in den Oberarm gespritzt. In steigender Dosierung. Anfangs erfolgen die Injektionen in kurzen Abständen, später nur noch alle vier bis acht Wochen. Durch die Behandlung lernt das Immunsystem, die Insektengifte zu akzeptieren und nicht mehr so heftig darauf zu reagieren.

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 16.06.2011
Quelle: ALK

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